Resteküche mit Äpfeln und Brot

Weihnachtsplätzchen und mehr geschickt verwerten

Zu Heilige Drei Könige am 6. Januar serviert man mancherorts einen Dreikönigskuchen. Doch was tun, wenn es noch so viele Reste und Zutaten vom Weihnachtsbacken gibt? Auch hiermit lässt sich ein leckerer Schmaus bereiten, der das Herz erfreut und von der Witterung fröstelnde Seelen wieder aufwärmt. Hier sind einige Rezept-Ideen.

Bratäpfel – schnell gefüllt mit leckerem Backwerk

Fast überall kennt und liebt man in der kalten Jahreszeit Bratäpfel. Beim Füllen des Obstes sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wer noch Lebkuchen, Plätzchen oder Dominosteine im Hause hat, kann seine Äpfel einfach damit füllen. Mürbes oder hart gewordenes Gebäck lässt sich besser in den ausgehöhlten Apfel füllen, wenn es zuvor in warmer Milch oder Apfelsaft einweicht wird. Die Dominosteine schneidet man einfach in der Mitte durch und steckt sie in die Apfelmitte.

Schichtdessert mit Brot, Kompott und Sahne

Vom Niederrhein stammt das Dessert „Äppel on Brued“. Für die wörtlich übersetzt „Äpfel und Brot“ nimmt man traditionell Schwarz- oder Vollkornbrot. Aber auch Honigkuchen oder Christstollen passt zu der leckeren Dreier-Kombination aus Brot, Apfelkompott und Sahne.

Ofenschupfer

Last but not least lässt sich aus Christstollen- oder Neujahrskranz-Resten auch ein leckerer Ofenschupfer mit Apfelstücken bereiten. Genau wie die Bratäpfel genießt man diesen mit reichlich Vanillesoße.

Rezepte

Bratäpfel mit Vanillesoße

Zutaten für 6 Personen

6 mittlere Äpfel (Boskop, Elstar oder Braeburn)

Für die Füllung:

Dominosteine oder Gebäckreste, alternativ Marzipan-Reste und

gehackte Walnüsse und Rosinen

Nach Geschmack ein Rest Weißwein oder Apfelsaft zum Angießen

etwas warme Milch oder Apfelsaft zum Weichmachen des Gebäcks

Für die Vanillesoße

1 l Milch

1 Vanilleschote

Zucker nach Geschmack

1-2 gehäufte EL Speisestärke

alternativ zur Speisestärke kann auch 1 Päckchen Puddingpulver Vanille- oder Sahnegeschmack zum Kochen verwendet werden

Zubereitung

Die Äpfel nach Belieben schälen oder nur waschen und das Kerngehäuse ausstechen. Die Masse für die Füllung vorbereiten und in die ausgehöhlten Äpfel geben. Die gefüllten Äpfel in eine Auflaufform setzen, mit dem Wein oder Saft angießen. Rund 30 Minuten bei 160 Grad Celsius Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen garen. In der Zwischenzeit etwas Milch zum Anrühren der Speisestärke abnehmen und die restliche Milch mit der aufgeschlitzten Vanilleschote zum Kochen bringen. Flüssige Speisestärke unter Rühren in die Milch geben und kurz aufkochen lassen, bis die Flüssigkeit anzieht. Dann mit Zucker abschmecken. Die Vanilleschote entnehmen und die Soße zusammen mit den heißen Bratäpfeln warm oder kalt reichen.

Gut zu wissen

Auf der Vanillesoße bildet sich keine Haut, wenn man sie im Wasserbad unter Rühren etwas abkühlen lässt.

Äppel on Brued

Zutaten für 4 Personen

125 g Schwarz- oder Vollkornbrot

400 g Apfelkompott

50 g gehobelte Mandeln

1 EL Rum

250 g Sahne

Zucker und Vanillezucker nach Belieben

Zubereitung

Das Brot zerkrümeln und mit Mandelblättchen in einer Pfanne trocken anrösten. Mit Rum beträufeln und beiseite stellen. Die Sahne mit etwas Zucker steif schlagen. Das Apfelkompott mit Vanillezucker abschmecken. Die Hälfte der Brotkrümel als erste Schicht in Dessertgläser füllen, dann Apfelmus und Sahne und abermals eine Schicht Brotbrösel, Apfelmus und Sahne obenauf geben. Zum Schluss mit gerösteten Mandelblättchen dekorieren.

Gut zu wissen

Schmackhaftes Apfelkompott für die „Brot-Äpfel“ ist im Handumdrehen selbst gemacht. 1 kg säuerliche Streuobstäpfel schälen, entkernen und auf Viertel schneiden. In etwas Wasser musig kochen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Mit Zucker abschmecken.

Ofenschupfer mit Vanillesoße

Zutaten für 1 Auflaufform

2 säuerliche Äpfel (Boskoop oder Renetten)

Brotreste in schmale Scheiben geschnitten oder in kleine Stücke gebrochen

nach Geschmack Rosinen und Mandelstifte

2 Eier Größe M

500 ml Milch

2 EL Zucker, Vanillezucker oder ein Schuss Rum

Für die Vanillesoße

siehe oben beim Rezept Bratäpfel

Zubereitung

Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen, in Streifen schneiden. Abwechselnd mit den Brotresten schuppenartig in die Auflaufform geben. Rosinen und Mandelstifte darüber streuen. Anschließend die Milch mit den Eiern und dem Zucker verquirlen und darüber geben. Die Masse bei 180 Grad gute 40 Minuten im vorgeheizten Ofen backen lassen.

Mit Puderzucker überstäuben und mit Vanillesoße servieren.

Hippen, Waffeln, Eiserkuchen

Festliches Feingebäck mit Geschichte

Zu jeder Festlichkeit sind feine Waffeln sehr beliebt. Nicht nur zu Karneval, sondern auch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel backten die Familien in früheren Zeiten gerne das flache Feingebäck in unterschiedlichen Varianten. In der kalten Jahreszeit versammelte man sich im Rheinland und in Westfalen gerne um den heißen Ofen, um in gemeinsamer Runde leckere Zimtwaffeln oder Neujahrshörnchen zu backen.

Ursprung in den Klöstern

Die Waffeltradition geht zurück auf die Hostienbäckerei in den Klöstern. Erste Belege finden sich um das 9. Jahrhundert nach Christus. Ursprünglich stammen die mal knusprigen, mal weichen Gebäcke, die man zwischen zwei heißen Eisen ausbäckt, aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Von dort aus verbreitete sich die Oblaten- und Waffelbäckerei in ganz Europa.

Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm aus dem Jahre 1854 findet sich die Erwähnung, dass die Waffel ein uraltes niederfränkisches Fest- und Fastengebäck ist, das durch die Franken nach Frankreich gebracht wurde. Von den Rheingegenden aus würde es sich allmählich auch in anderen deutschen Regionen verbreiten. Der Name „wafel“ für das Gebäck ist laut Grimms bereits seit dem 15. Jahrhundert in den Niederlanden, seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland belegt.

Wabenstruktur

Vermutlich geht die Bezeichnung „Waffel“ auf das Wort „Wabe“ zurück. Denn die Prägung der Eisen sieht ähnlich aus wie das Wachs-Gewebe in einem Bienenstock. Der Begriff „Waffel“ für den dünnen, leicht zerbrechlichen Kuchen hat sich heute nahezu überall eingebürgert. Je nach Rezeptur – mit mal mehr oder mal weniger Fett – kann die Waffel ein Fest- oder auch ein Fastengebäck sein.

Waffeleisen-Historie

Heute sind elektrische Waffeleisen eine Selbstverständlichkeit, was das Waffelbacken erheblich vereinfacht. In früheren Zeiten war das Ausbacken der flachen Feingebäcke jedoch eine sehr aufwändige Angelegenheit. Bis etwa 1850 kannte man ausschließlich Zangenwaffeleisen. Das waren zwei rechteckige oder runde gusseisener Platten, die wie eine Zange mit einem Stiel zum Greifen ausgestattet waren. Das mit Teig befüllte Zangenwaffeleisen hielt man zum Ausbacken der Waffel über die Feuerstelle und drehte es händisch.

Das Wendewaffeleisen, welches man mithilfe eines gusseisernen Rahmens in die Herdfläche des Stangenherds oder Kohlenofens einpasste, löste das Zangenwaffeleisen ab. Sobald der Waffeleinsatz heiß genug war, backte man den Teig aus. Das Wendewaffeleisen war dabei um die eigene Achse drehbar und bräunte die Waffel gleichmäßig. Um 1830 kannte man über die Rundwaffeleisen mit herzförmigen Platten und rautenförmiger Waffelung hinaus auch runde Platten mit enger quadratischer Waffelung und einem Randornament aus Halbkreisen und Dreiecken sowie rechteckige Platten mit weiter quadratischer Waffelung, die später als „Brüsseler oder Belgische Waffeleisen“ bekannt sind.

Waffeleisen als Brautgeschenk

In Solingen wurden neben Messern und Klingen im Übrigen auch im größeren Stil Waffeleisen hergestellt, welche zur Aussteuer der Braut gehörten und in ländlichen Gegenden traditionell beim Dorfschmied in Auftrag gegeben wurden. Noch bis in die 1960er Jahre waren die alten, mit Brennholz oder Kohle befeuerten Herde mit den eingepassten Waffeleisen vielerorts in Gebrauch. Danach wurden sie von Elektroherd und -waffeleisen abgelöst.

Eiserkuchen werden zunächst in einem speziellen Waffeleisen für Hörnchen und Hippen ausgebacken, anschließend noch heiß zu Röllchen geformt. Ein Waffelhorn oder Holzstab für Hippen ist hierbei behilflich.

Neujährchen – Brauchtumsgebäck zum neuen Jahr

Neben Gebildebroten wie Brezel oder Kranz waren auch Waffelrollen oder Röllchenwaffeln, sogenannte Eiserkuchen, ein beliebtes „Neujährchen“ (Neujahrsgebäck). Besonders zur Jahreswende backten viele Familien früher Eiserkuchen über dem offenen Feuer. Heute gibt es das Hörncheneisen zum Ausbacken der feinen Röllchenwaffeln natürlich elektrisch und mit beschichteter Oberfläche. In früheren Zeiten nutzte man übrigens zum Einfetten des Waffeleisens gerne eine Speckschwarte. Das ist auch heute noch praktisch, denn sie kleckert beim Einreiben der Oberfläche nicht. Ein Waffelhorn oder Holzstab für Hippen hilft dabei, die Neujahrshörnchen in Form zu bringen. Auch mit einem Schaumrollenformer oder einer schmalen Papprolle gelingt das Aufrollen der noch heißen Küchlein.

Hier ist ein Rezept aus dem Band „Bergische Küchenklassiker – Das Backbuch“, erschienen im Oktober 2020 im Wartberg Verlag. Im Buch gibt es noch mehr Fotos und Infos zu traditionellem Gebäck, u.a. auch einen echten Stangenherd und ein historisches Wendewaffeleisen aus Gusseisen zu sehen.

Auf meinem Youtube-Kanal könnt ihr mir beim Backen des Rezepts über die Schulter sehen! Hierfür einfach „Die Fotoküche“ als Suchwort eingeben.

In einem Interview habe ich dem gastrosophischen Blog Tartuffel.de verraten, woher meine Leidenschaft zu kochen, zu backen, zu schreiben und zu fotografieren stammt.

Eiserkuchen

(Röllchenwaffeln)

Zutaten für 35-40 Stück

225 g brauner Kandis

0,75 l Wasser

4 Eier

100 g zerlassene Butter

2 TL Zimt

4 TL Rum

500 g Mehl

Zubereitung

Kandis und Wasser erhitzen, sodass sich die Kristalle auflösen. Den Sirup abkühlen lassen. Die Zutaten der Reihe nach miteinander verrühren. Den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen und dann im vorgeheizten Hörncheneisen abbacken.

3-4 EL (eine kleine Suppenkelle) in die Mitte des Eisens (mittlere Stufe 3-4) für ca. 2-3 Minuten ausbacken. Die dünnen Waffeln sofort zu Röllchen formen. Hierbei hilft ein Waffelhorn oder Holzstab für Hippen (siehe Foto) oder auch eine schmale Papprolle, über die Sie die fertigen Waffeln aufrollen können. Am besten hierbei ein sauberes Küchenhandtuch zur Hilfe nehmen, denn die Waffeln sind sehr heiß!

Gut zu wissen

Je nach Feuchtegrad des Gebäcks sollten Eiserkuchen, die man länger aufheben möchte, noch einmal im Backofen bei 160 Grad Umluft circa 10 Minuten nachtrocknen. Vollständig ausgekühlt, packt man die Eiserkuchen dann in eine Dose. Früher hob man das Gebäck in einer Milchkanne auf.

Tipp

Traditionell genießt man die Zimtröllchen zum neuen Jahr frisch mit einer Tasse heißem Kakao oder mit etwas Konfitüre und Sahne zum Kaffee.

Advent, Advent … Rotweinkuchen

Zum Advent habe ich den leckeren „Assmannshäuser Rotweinkuchen“ aus dem Band „Küchenklassiker aus dem Rheingau“ in einer Tannenbackform ausprobiert. Der Teig reicht für mehrere Bäumchen, sodass man gleich zwei oder drei lieben Menschen eine Freude bereiten kann!

Guten Appetit!

Ach Du rotes Rübchen!

Farbenfroher Vitamin- und Gute-Laune-Spender für trübe Tage

Rote Bete ist eine unverzichtbare Zutat für winterliche Eintopf-Klassiker wie Labskaus oder Bortschtsch. Aber auch solo macht die rote Rübe eine gute Figur als Power-Suppe oder veganes Carpaccio. Und sogar im Smoothie und Schokoladenkuchen findet man sie in der kalten Jahreszeit. Hier ist ein kleines Portrait über das farbenfrohe Gemüse.

Ursprung als Wildbete aus dem Mittelmeer-Raum

Mit der Zuckerrübe und dem Mangold ist sie verwandt und stammt von der Wildbete ab. Ursprünglich war sie im Mittelmeer-Raum heimisch und gelangte mit den Römern auch zu uns. Als Kulturform der Rübe gehört sie zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und hat ihre tolle, durch und durch tiefrote Farbe der Weiterveredelung zu verdanken. Neben den rot durchgefärbten Rübchen sind nämlich auch weiße, rot geringelte und hellgelbe Sorten bekannt. Je nach Sorte sind die Knollen rund, länglich spitz oder plattrund bis birnenförmig und können bis zu 600 Gramm schwer werden. Am einfachsten kocht man sie im Ganzen in leicht gesalzenem Wasser und zieht nach dem Kochen ihre Schale ab.

Farbstoff Betanin und andere wertvolle Inhaltsstoffe

Rote Bete Suppe, ein farbenfroher Genuss für kalte Tage

Ihre rot-violette Farbe verdankt die Rote Bete im Übrigen dem Glykosid Betanin, das immer schon in Form von Rote-Bete-Extrakt (E 162) als Naturfarbstoff für Lebensmittel Verwendung findet. Gemäß dem Motto „Ach Du rotes Rübchen!“ empfiehlt es sich, bei der Verarbeitung der farbigen Knollen in der Küche unbedingt Handschuhe zu tragen, denn das Betanin färbt auch die Haut nachhaltig. Rote Bete enthält neben dem Leber, Galle und Gemüt stimulierenden Glycosid Betanin viele immunstärkende B-Vitamine, vor allem Folsäure, darüber hinaus Betacarotin (eine Vorstufe des Vitamin A), Vitamin C und die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium, Phosphat, Eisen und Zink. Menschen mit Hang zu Nierensteinen sollten sie wegen des Oxalsäuregehalts jedoch nicht zu oft genießen.

Süßlich-erdiges Aroma

Wegen seines süßlich-erdigen Aromas schmeckt das Rübchen nicht nur gekocht als Suppe, Gemüsebeilage oder Salat, sondern auch roh geraspelt und in etwas Salzlake fermentiert oder in Scheiben geschnitten süß-sauer eingelegt sehr apart. Die Blätter der Knolle können im Übrigen ebenfalls als Gemüse gegart werden. Wer wenig Zeit hat, findet vorgekochte, vakuumierte rote Bete heute in jedem Supermarkt. Mit den vorgegarten Knollen lassen sich viele Rezepte genauso gut umsetzen wie mit der frischen Ware. Püriert sorgt die Rote Bete in Smoothies für eine tolle pinke Farbe, in Schokoladenkuchen für ein saftiges Aroma. Hier einige winterliche Rezept-Ideen, die sich ohne viel Aufwand für vitaminreiche Kost sorgen.

Auch süße Speisen profitieren von Rote Bete-Püree.

Saison-Tipp: Rote Beete – Halloween-Gemüse

Neben dem Kürbis taugt vor allem die Rote Bete als Halloween-Gemüse. Denn dank ihrer Farbe kann man sie für viele Speisen als „vegetarischen Blut-Ersatz“ nehmen. Die folgenden Rezepte „Rote Bete-Suppe“ oder auch „Brownies“ können hungrigen Halloween-Fans als „Vegetarische Blutsuppe“ und „Süße Blutpüree-Schnittchen“ angeboten werden.

Scharfe Rote Bete-Suppe (zu Halloween auch: Vegetarische Blutsuppe)

Zutaten für 4 Portionen

4 mittlere Rote Bete-Knollen

(geschält und vorgekocht)

2 Knoblauchzehen

1 EL Öl

½ Liter Gemüsebrühe

3-4 EL süße Sahne

1 TL Salz, 1 TL Pfeffer, 2 Lorbeerblätter

Zubereitung

Knoblauchzehen häuten und auf Scheiben schneiden. Öl in einen Topf geben und die Knoblauchzehen darin andünsten. Rote Bete in Stücke schneiden und mit der Brühe zugeben. Kurz aufkochen und durchziehen lassen, die Lorbeerblätter entnehmen und die Masse fein pürieren. Nach Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Mit Salz, Pfeffer und süßer Sahne abschmecken.

Tipp

Wer’s nicht ganz so erdig vom Aroma her mag, kann die Hälfte der Rote Bete-Knollen auch durch fruchtig-würzige Apfelsorten wie Rubinette oder Cox Orange oder durch Kartoffeln ersetzen!

Feldsalat mit Rote Bete und Speck

Zutaten für 4 Personen

250 g Feldsalat

8 Scheiben Frühstücksspeck

1 gekochte Rote Bete

150 g Walnüsse

1 EL Butter

1 EL Zucker

Für die Marinade

3 EL milder Weinessig

9 EL Rapsöl

etwas Honig

Salz und Pfeffer

eine feingeschnittene Zwiebel

Zubereitung

Salat verlesen und waschen, trockentupfen. Rote Bete auf feine Streifen schneiden.

In einer Pfanne Butter und Zucker schmelzen lassen, Walnüsse zugeben und karamellisieren. Nüsse auf einem Backpapier abkühlen lassen.

Die Zutaten für die Marinade verrühren und durchziehen lassen.

Frühstücksspeck kurz vor dem Servieren in einer Pfanne knusprig braten. Alles zusammen portionsweise auf Tellern anrichten.

Rote Bete-Carpaccio

Zutaten für 4 Personen

2 Rote Bete (abgekocht und geschält)

200 g gewürfelter Schafskäse

1 Apfel auf Würfel oder Scheiben

2 EL dunkler Balsamessig

6 EL Rapsöl

1 zerdrückte Knoblauchzehe

1 Prise Zucker oder Honig

Salz und Pfeffer

Rüben- oder Mangoldblättchen für die Dekoration

Zubereitung

Abgekochte Rote Bete auf ganz feine Scheiben schneiden. Die Scheiben auf einer Platte schön gefächert drapieren. Aus Essig, Öl und Gewürzen eine Vinaigrette rühren. Die Vinaigrette gleichmäßig über die Rote Bete-Scheiben träufeln. Etwa 10-20 Minuten marinieren lassen. Apfelstücke und Schafskäse sowie Rüben- oder Mangoldblättchen vor dem Servieren darüber geben.

Brownies mit Rote-Bete-Püree (zu Halloween auch: Süße Blutpüree-Schnittchen)

Zutaten für 16 Stücke (1 kleines Backblech oder Auflaufform von ca. 22 x 28 cm)

100 g Blockschokolade, in Stücke gebrochen

100 g Butter

3 Eier

100 g brauner Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

200 g gekochte Rote Bete, püriert (es kann auch sauer eingelegte Ware ohne Zwiebeln aus dem Glas verwendet werden)

75 g Mehl

1 TL Backpulver

1 TL Zitronensaft (nicht erforderlich, wenn man sauer eingelegte Rote Bete nimmt)

nach Geschmack eine Handvoll gehackte Nüsse

Kakaopulver zum Dekorieren

Fett für die Backform

Zubereitung

Die Blockschokolade und die Butter erhitzen und etwas abkühlen lassen.

Die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker dickschaumig aufschlagen.

Die pürierte Rote Bete mit der geschmolzenen Schokoladen-Butter vermengen und unter die aufgeschlagene Zucker-Eier-Masse heben.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und ebenfalls unterheben. Zum Schluss die gehackten Nüsse unterziehen.

Die Brownie-Masse in eine gefettete eckige Auflaufform geben und bei 160 Grad Umluft gut 30-40 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen. Mit Kakaopulver bestreuen und mit Sahne (zu Halloween gerne mit etwas Rote-Bete-Saft einfärben) servieren.

Tipp

Für eine glutenfreie oder Low-carb-Variante Mandel- oder Kokosmehl verwenden.

Küchenklassiker – Das erste Backbuch in der Reihe

Bergisch backen zwischen Wupper und Sieg

In diesem Herbst erscheint im Wartberg Verlag mein zehnter Küchenklassiker-Band. Der Titel „Bergische Küchenklassiker – Von Pfannenwatz bis Butterplatz“ machte 2014 der Auftakt zu dieser bekannten Reihe. Der Band ist zwischenzeitlich bereits in der zweiten Auflage erschienen und wird nun ergänzt durch ein Backbuch für die Region.

Worum geht’s in diesem neuen Backbuch?

Backen kann mehr als nur ein Hobby sein. Denn die Lust zum Backen führt zwangsläufig in die Kulturgeschichte einer Region, die sich auch in den typischen Brotsorten, Kuchen und Gebäcken widerspiegelt. In diesem Küchenklassiker finden Leserinnen und Leser bergische Backwaren mit langer Tradition, die man bis heute in Privathaushalten und in handwerklichen Bäckereien, Konditoreien und Cafés findet.

Kapitel für Kapitel lernen Interessierte in „Bergische Küchenklassiker – Das Backbuch“ mehr über die Geschichte der einzelnen Gebäcke kennen und erfahren, welche Zutaten im Bergischen Land zu Hause sind. Und vielleicht gipfelt bei Backfans die Leidenschaft für die Region anschließend in einer Bergischen Kaffeetafel, die schon seit über 200 Jahren das Symbol für Genuss und Gastfreundschaft ist.

Liebenswerte Traditionen, Legenden und kulinarische Rituale

Eiserkuchen – die knusprigen Waffelröllchen sind ein beliebtes Gebäck zum Neuen Jahr.

Nicht nur der Brauch mit der bauchigen Kranenkanne aus Zinn, sondern auch viele andere liebenswerte Traditionen, Legenden und kulinarische Rituale haben sich in der hügeligen Landschaft zwischen Wupper und Sieg etabliert:

Vier- bis fünfmal geschlungene Brezeln, die von einem französischen Soldaten stammen sollen, krosse Guss-Zwiebäcke, die mehr als nur eine vermeintliche Diätspeise sind, Korinthen-Weißbrot mit Milchreis-Belag, bergische Berliner namens „Ballebäuschen“, ein Schleifer-Sandwich mit dem Namen „Kottenbutter“ und – last but not least – die typischen Herzchenwaffel mit einem Klecks Kirschen und Sahne.

Rezepte aus der Bergischen Backstube und mehr

Hafe
Haferwaffeln mit Apfelmus –
ein ur-bergisches Rezept

In diesem Backbuch warten neben rund 60 Rezepten aus fünf Rubriken (Waffeln und Schmalzgebäck für die Bergische Kaffeetafel, Brot, Kuchen und Torten aus Omas Backstube, Brauchtums- und Symbolgebäck zu Feiertagen, feine Plätzchen mit Tradition) auch ein „Who ist Who“ der bergischen Backstube mit typischen Begriffen von Appeltaat bis Zwieback und ein kleines ABC der Teigarten.

Zum Teil sind die Bilder in diesem Band in Bergischen Museen (Heimatmuseen in Altenwindeck und in Eckenhagen sowie dem Schleifermuseum Schleiferei Wipperkotten in Solingen) sowie in der Bäckerei Hösterey in Wuppertal und auf dem Archehof Windeck entstanden, wo heute noch regelmäßig im Hofbackes Brot und bergischer Plattenkuchen gebacken wird.

Worauf eigentlich noch warten? Frei nach dem Motto „Selbstgemacht schmeckt’s noch mal so gut“ – an die Backschüsseln, fertig, los!

Dies ist ein Auszug aus meinem Band Bergische Küchenklassiker – Das Backbuch, der am 15. Oktober 2020 im Wartberg Verlag erscheint. Als kleinen Vorgeschmack serviere ich „Haferwaffeln mit Apfelmus“.

Rezept

Einfache Haferwaffeln mit Apfelmus

Hafer und Buchweizen waren in früheren Zeiten beliebte Getreide, aus denen man gut flache Küchlein wie Pfannkuchen oder Waffeln herstellen konnte. Auch auf kargen Böden gediehen diese genügsamen und schmackhaften Getreidearten.

Zutaten für 8-10 Stück

125 g Butter

1-2 EL Zucker

3 Eier

1 Päckchen Vanillezucker

250 g Hafermehl

1 TL Backpulver

150 ml Milch

1 Prise Salz

Fett für das Waffeleisen

Für das Apfelmus (am Vortag bereiten)

1 kg Streuobst

125 ml Wasser

Saft von ½ Zitrone

1 Päckchen Vanillezucker oder etwas Zimt

Zucker nach Geschmack

Zubereitung

Eier, Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Handmixer schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und Milch sukzessive unterrühren. Den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Waffeleisen erhitzen und leicht einfetten.

Für das Apfelmus die Äpfel waschen, schälen, vierteln und entkernen. In einem großen Topf mit Wasser und Zitronensaft weichkochen lassen. Die Äpfel dann mit einem Pürierstab oder Stampfer zermusen. Mit Vanillezucker, Zimt und Zucker abschmecken.

Tipp

Den Waffelteig können Sie auch als Pfannkuchen ausbacken. Lecker!

Gut zu wissen

Die Waffeltradition geht zurück auf die Hostienbäckerei in den Klöstern und stammt ursprünglich aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Von dort aus verbreitete sie sich in ganz Europa. In früheren Zeiten nutze man zum Einfetten des Waffeleisens im Übrigen eine Speckschwarte. Das ist praktisch, denn sie kleckert beim Einreiben der Oberfläche nicht.

Küchenklassiker aus dem Rheingau

Winzersupp, Dibbehas und Spundekäs – ein Blick ins Buch

Zwischen Taunus und Rhein erstreckt sich rechtsrheinisch von Walluf bis Lorchhausen eine malerische Kulturlandschaft, die traditionell vom Weinbau geprägt ist. Der oder das Rheingau (von Mittelhochdeutsch „Gau“ = Landschaft am Wasser) mit seinen sanften Hügeln und Weinbergen lädt in vielfacher Hinsicht zum Wandern und Genießen ein. Riesling- und Spätburgunder-Hänge, aber auch Kirsch-, Mandel- und Apfelbäume sowie Fachwerkstädtchen säumen den Weg.

Schon früh wurde der Weinbau in den Rheingauer Klöstern zur Perfektion geführt und erlangte durch die Belieferung von großen Adelshäusern auch über die Grenzen hinweg hohe Bekanntheit und Wertschätzung. Neben tollen Wanderwegen wie dem „Rheinsteig“ locken das ganze Jahr über zahlreiche Genuss-Veranstaltungen – allen voran das Rheingau Gourmet & Wein Festival mit rund 40 Spitzenköchen und die „Rheingauer Schlemmerwochen“ – zu denen über 100 Weingüter ihre Pforten öffnen, viele Touristen in die Region. 

Zu Füßen des Rheingaugebirges gelegen, faszinierte die besondere Rhein-Landschaft mit ihren mythischen Burgen und Schlössern bereits Meister Goethe und die deutschen Romantiker rund um Brentano und die Brüder Grimm. Und trotz der Nähe zum Rhein-Main-Ballungsraum hat der Landstrich dank seiner Weinbautradition mit alt eingesessenen Familienbetrieben seinen ursprünglichen Charakter erhalten können, ohne dabei eingestaubt zu wirken. Und gerade das macht den Reiz der Region, ihrer Küche und der Menschen dort aus!

Typisch: Kleine aber feine Speisen zum Wein

In der Region des Rheingaus wurde bereits zur Zeit Karls des Großen im 9. Jahrhundert Weinbau betrieben. Das mild-mediterran anmutende Klima und die unterschiedlichen, für Rebstöcke günstigen Böden beflügelten schon früh die Klöster dazu, dort in größerem Stil Weinbau und Kellerwirtschaft zu betreiben.

Weck, Worscht un Woi

Auch der kleine Mann tat es ihnen gleich und hatte oftmals neben einer Landwirtschaft auch einen Weinberg, in dem er schaffen ging. Da der Absatz ihres Weins für die Nebenerwerbswinzer schwierig war, eröffneten sie sogenannte Straußwirtschaften, die auch Hegge- oder Zabbwertschafte genannt wurden. Dort durfte man in der Saison Wein „zabbe“ und neben den eigenen Keller-Erzeugnissen auch wenige kleine, kalte Speisen servieren.

Wo’s Sträußche hängt, werd ausgeschenkt

Erkennen konnte man die Ausschankbetriebe an einem Kranz oder Strauß aus gebundenen Reben oder Buchsbaum, der im Eingangsbereich aufgehangen war.

Aus dieser Tradition heraus sind eine Reihe an köstlichen Brotzeit-Ideen entstanden, die heute in den Gutsausschänken durch Flammkuchen, Salate, Suppen und vieles mehr ergänzt werden.

Jetzt im Herbst passt natürlich neben deftigem Zwiebelkuchen auch ein hauchdünner Flammkuchen bestens zum Federweißer. Aber auch köstliche Brotaufstriche wie Spundekäs (links oben im Bild, eine Frischkäsespezialität mit Zwiebeln und reichlich Paprikapulver), oder Kochkäs (rechts im Bild, ein Dip aus Handkäse, Butter, Ei und Sahne) serviert man gerne mit selbstgemachten Roggenstangen zu einem Glas Wein. Letztere sehen aus wie knorrige Wurzelstöcke oder Äste im Weinberg („Wingert“) und heißen entsprechend „Wingertsknorze“.

Flammkuchen

Zutaten für 1 Kuchen

Für den Boden

250 g Mehl

2 EL Öl

125 ml Wasser

1 Prise Salz

Für den Belag

2 Zwiebeln

100 g gewürfelter durchwachsener Schinkenspeck

1 Becher Schmand

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Aus den Zutaten für den Boden einen Knetteig bereiten und diesen sehr dünn ausrollen. Den Schmand mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Teig verstreichen. Die Zwiebeln schälen und würfeln oder auf feine Streifen schneiden. In einer Pfanne mit dem Speck leicht andünsten. Zwiebeln und Speck auf dem Teig verteilen und den Flammkuchen im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Celsius Ober-Unterhitze circa 20 Minuten backen.

Tipp

Wer den Teig für den Boden lieber mit Hefe zubereiten möchte, kann auf 200 g Mehl 10 g Hefe rechnen, außerdem 125 ml Wasser und 1,5 EL Öl. Die Gehzeiten des Hefeteigs mit Vorteig beachten!

Dies ist ein Auszug aus meinem Band „Küchenklassiker aus dem Rheingau – Winzersupp, Dibbehas, Spundekäs“, Wartberg Verlag 2020. Der Band ist ab dem 15. Oktober 2020 erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Verlag.

Kulinarik im Rhein-Sieg-Kreis

Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2021 widmet sich Ernährungsaspekten

„Mit dem aktuellen Schwerpunktthema ‚Kulinarik‘ trifft das Jahrbuch (…) einen ganz speziellen Nerv. Natürlich geht es um den Genuss und das Genießen, aber das Buch hält zudem interessante Informationen zu aktuellen und historischen Ernährungsaspekten bereit. Darüber hinaus verrät es Wissenswertes über den Zusammenhang von Genuss und Nachhaltigkeit. Auch Gemeinsamkeiten und Gegensätze traditioneller und moderner Lebensmittelversorgung werden thematisiert, besonders mit Blick auf die vielen regionalen Schätze, die für den in weiten Teilen ländlich geprägten Rhein-Sieg-Kreis so charakteristisch sind (…)“, so der Herausgeber in seiner Ankündigung.

Einkaufen und Vorratshaltung im Wandel der Zeit

Ich beschäftige mich in meinem Beitrag „Einkaufen und Vorratshaltung im Wandel der Zeit – Früher einkochen, heute Taschenschleppen?!“ mit der Frage: „Wo bekamen unsere Vorfahren ihre Lebensmittel her?“ Für die Rückschau auf 150 Jahre Konsumieren und Hauswirtschaften im Rhein-Sieg-Kreis habe ich vier Frauen interviewt.

Birgit Gelhausen aus Windeck erinnert sich an ihre Kindheit im Tante-Emma-Laden, meine Mutter Magreth Schneider aus Wachtberg berichtet von ihrer Kindheit auf dem Bauernhof mit Obstanbau, Bettina Roth eröffnete mit „Fräulein Jule“ 2018 in Wahlscheid den ersten Unverpackt-Laden im Rhein-Sieg-Kreis und Lisa Anschütz führt mit ihrem Mann Kalle Groß im Windecker Ländchen einen Archehof. Wie war es früher, wie ist es heute um die Nahversorgung in den Gemeinden bestellt?

Wie veränderte der Lockdown unser Konsumverhalten und wie schaut die Zukunft aus? Reinlesen. Im Buch finden sich noch mehr spannende Beiträge rund um die Kulinarik im Rhein-Sieg-Kreis.

Fotos aus dem Museumdorf und Heimatmuseum Altwindeck

In meinem Beitrag sind unter anderem Fotos aus dem Museumsdorf und Heimatmuseum Altwindeck zu sehen, welches 1964 vom Heimatforscher Emil Hundhausen in einem früheren Kuhstall am Fuße der Burg Windeck eingerichtet wurde und das Leben und Arbeiten der Menschen vor über 100 Jahren im Windecker Ländchen thematisiert. Ein original eingerichteter Tante-Emma-Laden gibt Einblick in das Kolonialwarenwesen und die Kaufgewohnheiten der Menschen. Andreas Lutz, Erster Vorsitzender des Fördervereins, berichtet über die Dauerausstellung, in der unter anderem das Thema Vorratshaltung mit der Herstellung von Obstkraut und Fruchtsaft gezeigt wird.

Jahrbuch im Handel

Eine besondere Überraschung als Autorin und Fotografin war für mich, dass es mein Motiv „Einmachglas mit Quitten“ sogar auf das Cover geschafft hat. Das Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2021 (ISBN: 978-3-936256-88-8, Preis: 13,50 Euro) ist ab Oktober 2020 im Buchhandel und beim Verlag www.blattweltshop.de erhältlich. Einen Blick ins Buch gibt es hier.

Buchvorstellungen in der Presse

https://www.rhein-sieg-kreis.de/presseinformationen/2020/Oktober/kulinarik-im-rhein-sieg-kreis.php

https://ga.de/region/sieg-und-rhein/mehr-von-sieg-und-rhein/eine-kulinarische-reise-durch-den-rhein-sieg-kreis_aid-53794639?fbclid=IwAR2umnAodd7XjP63krIekK_oZJ6h2gHlfxemdvAtpIM2iu2A_L477-DFDqQ

https://ga.de/region/sieg-und-rhein/vorratshaltung-im-wandel-der-zeit_aid-55446957?fbclid=IwAR0bqke-9xmGZxrAQU0IAohhBSv4RA2vhF42A_qSLtCxwlhVzYlXygJS3dA

Je holler, desto doller

Saison für Holunder

Schwarzer oder Echter Holunder gehörte früher in jeden Bauerngarten. Als Augenweide, Gaumenschmaus und Heilmittel ist er von alters her bekannt. Auch die zeitgemäße Küche setzt auf das Wildobst in vielerlei Varianten. In der Getränkebranche zählt das Wildobst seit geraumer Zeit zu den „Superfruits“.

Verwendungszwecke und Brauchtum rund um den Holunderstrauch

Dass Sambucus nigra zweifelsohne wohlschmeckend, gleichzeitig wohltuend sowie reich an gesundheitsfördernden Substanzen ist, wussten schon die Germanen. Niemand Geringerer als der Fruchtbarkeitsgöttin Freya weihten sie den Holunderstrauch. Der Volksmund bezeichnet den Holler- oder Fliederbeerenstrauch nicht umsonst als „Apotheke des kleinen Mannes“. Auch die Trend-Gastronomie hat im Zuge der Natürlich-Welle das Wildobst wiederentdeckt und setzt einerseits auf die duftigen Blütenextrakte für Aperitife, Sirupe, Gelees, Pralinen, Desserts oder Essige, andererseits auf die dunklen, apart-herben Holunderbeeren, die geschmacklich und auch farblich in Eissorbets, Milchshakes, Cocktails oder Schorlen Akzente setzen.

In der Küche: mal duftig, mal herbsauer

Während die Blüten in der frühsommerlichen Konfitürenküche mit lieblich-blumigen Kompositionen Aufsehen erregen, geht es im Herbst mit den Beeren kräftig, zuweilen deftig oder auch herbsauer zu. Aus dem aromatischen Wildobst lassen sich Säfte, Gelees, Konfitüren, Fruchtsuppen, Chutneys oder Liköre zubereiten. Besonders gut harmonieren Holunderbeeren mit süßen Äpfeln oder als fruchtiges Chutney mit Äpfeln und Zwiebeln oder Ingwer. Die selbstgekochte Würzsauce schmeckt nicht nur zu warmem oder kaltem Fleisch – vorzugsweise Wild und Geflügel, sondern mit ihr lassen sich auch Bratenfonds oder Rotkohl prima abrunden.

Ab Mitte August färben sich die Holunderdolden, an denen sich den Frühsommer über kleine grüne Beeren gebildet haben, tiefblau bis schwarz. An Böschungen, Waldrändern, in Parks, aber auch in Privatgärten wächst der Holunderstrauch – der drei bis zehn Meter hoch werden kann. Das sparrige Gehölz erfreut sich als Bienenweide und Nistmöglichkeit sowie ebenso als Nahrungsquelle für Vögel großer Beliebtheit. Holunderbeeren-Sammler müssen daher mit Konkurrenz aus der Vogelschar rechnen. Wer es dennoch geschafft hat, einige Kilos des heißbegehrten Wildobstes zu ergattern, sollte die wilden Früchtchen nicht roh verzehren, sondern auf über 80 Grad Celsius erhitzen. Denn roher Holunder enthält den Giftstoff Sambunigrin, der Übelkeit, Krämpfe und Durchfälle auslösen kann. Im Übrigen sollten Holunderdolden erst geerntet werden, wenn sich nur noch zwei bis drei unreife, rote Beeren pro Holunderdolde zeigen. Mit einer Gabel lassen sich die Beeren einfach von der Dolde streifen, die unreifen Beeren vor dem Verarbeiten aussortieren.

Wild und gesund

Wildobstarten wie der Schwarze Holunder sind züchterisch nicht oder nur wenig bearbeitet und gelten daher als sehr gesund. Sie sind reich an Mineralstoffen und machen vor allem wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts von sich reden. Sie beinhalten farbgebende Anthocyane und weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Carotinoide. Diese können im menschlichen Organismus zellschützend und vorbeugend gegen Krebs wirken. Nicht nur die schwarzblauen Beeren, sondern auch andere Pflanzenteile des Holunders sind in der Heilkunde hoch geschätzt. „Holunderblüten enthalten wie das Aspirin Salizylsäure; diese wirkt schweißtreibend, fiebersenkend und gilt als Wundermittel bei Erkältungen“, schreibt die Buchautorin und promovierte Landschaftsökologin Elisabeth Mayer in ihrem Buch über Wildfrüchte, -gemüse und -kräuter, das im Leopold Stocker Verlag erschienen ist. Neben Holunderblütentee empfiehlt sie auch heiße Zitrone mit Holunderblütensirup. Hollerrinde, von jungen Zweigen geerntet, aber auch Blätter können als Badezusatz, und Tee bei Rheuma, Gicht und Gelenkschmerzen eingesetzt werden. Auch für die Kräuterin Hanni Reichenvater ist der Holunder ein Muss für Garten, Hausapotheke und Küche. In ihrem Band „Heilmittel und Hauskräuter im Jahresverlauf“ (Leopold Stocker Verlag) gibt sie für Einsteiger Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Sammeln, Trocknen, Aufbewahren und Verwenden der Heilkräuter.

Für kosmetische Zwecke

Aber der Holler kann noch mehr: Im alten Rom schätzten die Damen den blauschwarzen Holundersaft als Färbemittel für ihr Haar. „Holundersaft diente schon immer zur Färbung von Stoffen und Leder. Je nach zugesetzter Säure entstanden rote, schwarze oder blaue Farbtöne“, schreiben Edith Beckmann und Stefan Bausch in ihrem Buch „Holunder“ (Hädecke Verlag), das nicht nur vielseitige Rezepte aus der Holunderküche enthält, sondern auch über das Brauchtum, Holunderarten und den Anbau im Hausgarten informiert. Ein altbekanntes Mittel gegen rissige Haut ist eine Holunderblütensalbe auf Basis von gepresstem Mandelöl und Bienenwachs. Auch als Tinktur zum Auftragen, als Dampfbad oder „von innen“ in Form einer Teekur wirkt Holunder hautreinigend. Die Faistenauer Hofkäserei im Salzburger Land stellt aus Holunder verschiedenste Naturkosmetik her, die man im Hofladen kaufen kann. Eine gerührte Holundersahne mache die Haut weich, geschmeidig und verbessere das Hautbild, schreibt der Betrieb auf seinen Internetseiten.

Mythologisches rund um den Hollerbaum

Im Hollerbaum vermutete man in vorchristlicher Zeit den Sitz der Baumgöttin Holda oder Holla, die die Natur beschützt und Krankheiten heilen kann. „Die positive Wirkung des Strauches auf die Menschen war für unsere Vorfahren so wichtig, dass an jedem Haus ein Holunderstrauch stehen musste. Durch den intensiven Geruch der Blätter und Blüten, die eine fliegenabwehrende Wirkung haben, wurde dieser Strauch besonders gerne an Stallgebäuden gepflanzt“, weiß Walter Heidenreich, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Neustadt an der Waldnaab. Bekannte Märchen wie das von Frau Holle bei den Brüdern Grimm oder das vom Fliedermütterchen bei Hans Christian Andersen ließen sich von der Baum-Sage inspirieren. Die Ehrfurcht vor dem Holunderbusch war so groß, dass es als Unheil bringend galt, einen Hollerbusch zu fällen. „Besonders in den Gebieten des heutigen Bayern, Schwaben, Elsass und in der Schweiz wurde die Göttin Holda oder auch Holla sehr verehrt“, so Walter Heidenreich.

Von Holunderköniginnen und -festen

Ganz besondere Ehre wird dem Holunder in den letzten Jahren im Waldnaabtal/ Oberpflalz zuteil. Inspiriert durch die Heilpflanze und ihre kulturelle Bedeutung setzte man dem heilenden Wildobst erstmals zu den Nordgautagen, einem Fest der Kultur und Denkmalpflege, das am 31.05.1992 in Weiden/Oberpfalz stattfand, mit der Krönung einer Holunderkönigin ein ganz besonderes Denkmal. 1996 ließ sich der Landkreis Neustadt an der Waldnaab davon beflügeln und feiert seitdem am ersten Sonntag im Juni ein Holunderblütenfest.

Alle zwei Jahre kürt man darüber hinaus eine neue Holunderkönigin. Diese muss nicht nur charmant sein, sondern sollte sich auch eng mit der Natur verbunden fühlen. Denn zu ihren Aufgaben gehört es, bei Veranstaltungen im Bereich der kulturellen Landespflege den Landkreis zu repräsentieren. Dabei ist auch Pflanzenwissen gefragt. „Den Festbrauch hat es in der Form zuvor hier in der Region nicht gegeben, jedoch haben wir ihn nun etabliert, weil er uns allen so viel kulinarische Freude bereitet“, so Mitinitiator Walter Heidenreich. Zwischenzeitlich ist sogar eine Rezeptbroschüre entstanden, in der der Kreisverband Neustadt/Waldnaab Geschichtliches, Rezepte und Tipps rund um die Zubereitung von Holunder zusammengestellt hat. „

„Auch andere Gemeinden in der Oberpfalz haben nun Holunderblütenfeste ins Leben gerufen, feiern mit Einheimischen und Fremden. Kurzum: Wenn der Holler blüht, zieht es viele ins Waldnaabtal“, so Walter Heidenreich und fügt hinzu, dass der Strauch ja auch etwas mit den „Frühlingsgefühlen“ zu tun habe. Nicht umsonst laute ein bekannter Spruch aus dem Thüringer Wald: „Auf Johannis blüht der Holler, da wird die Liebe noch doller.“

Jetzt ist aber erst einmal Herbst und die Holunderbeeren sind reif. Doch das nächste Frühjahr kommt bestimmt!

Dies sind Auszüge aus einem Beitrag, der in Heft 05/2011 des Slow Food Magazins erschienen ist.

Mehr zur Holunderblüte:

Sommeräpfel – erfrischend säuerlich

An apple a day …

Viele kennen ihn noch von früher – den Weißen Klarapfel. Der blumig duftende grün-gelbe Apfel läutet Ende Juli/Anfang August die Früh-Apfelsaison ein. Heute gibt es weitaus mehr frühe Sorten, die sich zum Frischverzehr, aber auch für sommerliche Küchen-Kreationen eignen.

Reife zur Korn-Ernte

Als August-Apfel, Hafer-Apfel oder Jacobia-Apfel kennt man den Weißen Klarapfel bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Besonders gerne wurde der Apfel in Privatgärten als Schattenspender und zum Frischeverzehr des Obstes gepflanzt. Denn sein prickelnd-säuerliches Aroma hält nur wenige Tage an. Danach wird das Fruchtfleisch schnell weich und mehlig.  

Sommerküche

Weitere Sorten, die zu den Sommeräpfeln zählen, aber etwas längeren Genuss versprechen, sind zum Beispiel James Grieve, Julka oder Retina. Im Supermarkt-Regal findet man die Sorten kaum, aber beim Apfelbauern um die Ecke. Das Aroma der Sommer-Äpfel lässt sich als herzhaft, mit betonter Säure und ähnlich dem Gravensteiner Apfel, der Ende August reif ist, einordnen. Erfrischende Obstsalate und Apfelmus, feine Kaltschalen und Schichtdesserts, leckere Apfeltartes, Strudel und vieles mehr lässt sich in der Sommerküche aus den frühen Sorten zaubern. 

Hier einige Inspirationen …

Apfelmus

Zutaten für 4 Personen

1500 g Äpfel

300 ml Wasser

Zucker

Vanillezucker und Zimt

Zubereitung

Die Äpfel schälen, auf Viertel schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Das Obst mit dem Wasser in einen Topf geben und weich kochen lassen, bis ein musiger Brei entsteht. Gelegentlich umrühren und nach Bedarf etwas Wasser nachgießen. Nach Geschmack mit Vanillezucker und Zimt abschmecken.

Tipps

Sehr kleine Äpfel können auch mit Schalen gekocht werden und man passiert das Mus dann durch eine flotte Lotte.

Wer Apfelmus für den Wintervorrat haltbar machen will, füllt es in Schraubgläser. Diese werden in einen großen Topf, am besten auf ein Küchenhandtuch aus Baumwolle gestellt, sodass sie nicht wackeln oder anstoßen. Die Gläser sollten zu Dreiviertel im Wasser stehen und rund 40 Minuten bei knapp unter 100 Grad Celsius einkochen.

Apfel-Schicht-Dessert

Zutaten für 4 Personen

4 Haferkekse

400 g Apfelmus

400 g Naturjoghurt

Zubereitung

Die Kekse zerkrümeln. Das Apfelmus auf 4 vorbereitete Gläser verteilen (noch etwas Mus für die Deko übrig behalten). Den Joghurt darüber schichten. Mit dem restlichen Apfelmus und den Kekskrümeln dekorieren.

Tipp

Wer das Dessert in Bügel- oder Schraubgläser schichtet, kann es auch für unterwegs zum Picknick oder als Pausensnack für die Arbeit einpacken.

Cremiges Apfel-Eis

Zutaten für 1100 ml

500 ml Naturjoghurt (4 % Fett)

400 g Apfelmus

1 Prise Zimt

Saft von ½ Zitrone

nach Geschmack einen Schuss Calvados

200 ml steif geschlagene Sahne

6-8 EL Puderzucker

Die Zutaten miteinander verrühren, die steif geschlagene Sahne unterheben. Mit dem Puderzucker und dem Calvados abschmecken. Die Masse in einen Behälter füllen und im Gefrierfach gut 3-4 Stunden frieren lassen. In der Zwischenzeit gelegentlich umrühren, sodass die Masse cremig bleibt.

Tipp

Wer eine Eismaschine hat, kann die Masse auch darin bereiten. Auch mit Birnen- oder Quittenmus ist das Rezept lecker!

Apfeltarte mit Holunderblütensirup-Guss

Zutaten für 1 Spring- oder Tarteform à 26 cm

Für den Hefeteig

200 g Mehl

2 EL Zucker

¼ Hefewürfel

40 g weiche Butter oder mildes Rapsöl

100 ml Milch

Für die Apfelauflage

3-4 mittelgroße Äpfel

Saft von 1 Zitrone

Für den Guss

150 ml Wasser

100 ml Holunderblütensirup

1 Päckchen Tortenguss (klar)

Für die Dekoration

Gehackte Pistazien

Zubereitung

Aus den angegebenen Zutaten einen Hefeteig bereiten. Die Äpfel schälen und auf Viertel schneiden. Das Kerngehäuse entfernen und die Viertel auf 3 mm dicke Scheiben schneiden. Während der Teig geht, die Äpfel mit dem Zitronensaft marinieren. Den dünn ausgerollten Hefeteig in eine Tarte- oder Springform geben, an den Rändern etwas hochziehen und mit den Äpfeln schuppenartig (von außen beginnend) belegen.

Den Kuchen bei 180-200 Grad Celsius im vorgeheizten Ofen gut 30-40 Minuten backen lassen, bis der Teigrand goldbraun ist.

Die Tarte etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit den Tortenguss bereiten. Die Zutaten in einen Topf geben und gut verrühren. Unter Rühren aufkochen lassen, bis der Guss anzieht. Etwas abkühlen lassen und von der Mitte her auf der Tarte verteilen. Wenn der Guss fest ist, die gehackten Pistazien am Rand aufstreuen.

Mit Schlagsahne servieren!

Backen mit Himbeeren

Süßes Sommerobst genießen

Himbeeren gehören zum Sommerfeeling. Die kleinen roten Früchte zählen wie Äpfel oder Hagebutten zu den Rosengewächsen. Wer eine Himbeerhecke im Garten hat, kann über mehrere Monate ernten. Denn die Früchte werden von Juni bis September nach und nach reif. Mit ihrem fein-säuerlichen Aroma bietet die Himbeere einen Hochgenuss, der auch zum Backen einlädt!

Backideen für die sommerliche Kaffeetafel

Joghurt, Quark, Mascarpone oder Frischkäse passen perfekt zu Himbeeren und auch mit Kakao haben die Früchte einen hervorragenden Geschmackspartner. Wie wäre es mit einem erfrischenden Käsekuchen ohne Boden oder einem schokoladigen Törtchen? Nur ein 250-Gramm-Schälchen Himbeeren sorgt in beiden Kuchenideen nicht nur für ein tolles Aroma, sondern auch für eine bezaubernde Optik.

Tipps zum Handling von Himbeeren

Frische geerntete Himbeeren sollte man im Kühlschrank aufbewahren, aber nie länger als 1-2 Tage. Da die Früchte sehr empfindlich sind, empfiehlt es sich, sie kurz vor dem Verzehr nur ganz sanf in einer großen Schüssel mit kaltem Wasser zu waschen und dann abtropfen zu lassen.

Für die Kuchenbereitung die Himbeeren zusätzlich mit einem Handtuch oder Küchenkrepp trockentupfen.

Hier sind die Rezepte:

Käsekuchen mit Himbeeren (glutenfrei)

Zutaten für 1 Springform (26-28 cm)

4 Eier

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker oder etwas Zitronenabrieb

1 TL Backpulver

1 kg Schichtkäse

1 Päckchen Vanille-Puddingpulver

Fett und Maisgrieß zum Ausstreuen der Kuchenform

250 g Himbeeren plus 10-15 Stück für die Dekoration

Zubereitung

Den Schichtkäse in eine Schüssel geben und mit den Eiern glattrühren. Die übrigen Zutaten zugeben und ebenfalls verrühren. Die Springform einfetten und ausstreuen. Die Käsemasse einfüllen, glattstreichen und die Himbeeren gleichmäßig auf dem Kuchen platzieren, leicht eindrücken.

Den Kuchen bei 160 Grad Celsius Umluft für 50-60 Minuten backen lassen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Cup-Cakes mit Himbeer-Frischkäse-Topping

Für die Muffins (ergibt circa 5 -10 Stück)

2 Eier

75 g Mehl

75 g Kakao

75 g Zucker

75 ml Öl

1/2 TL Natron

1 kleines Schnapsglas Rum oder Orangensaft

Für die Füllung und das Topping

300 g Mascarpone oder Frischkäse natur (Doppelrahmstufe)

250 g Himbeeren

3 EL Puderzucker

Darüber hinaus:

Cup-Cake-Manschetten oder Muffinförmchen

gehackte Pistazien

Eier und Zucker schaumig rühren. Die übrigen Zutaten unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Den Teig auf Cup-Cake-Manschetten oder 10 Muffinförmchen verteilen und bei 160 Grad Umluft circa 30 Minuten backen lassen. Die Muffins abkühlen lassen.

Für das Topping 100 g Himbeeren mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zermusen. Mascarpone und Puderzucker unterrühren, bis eine glatte, streichfähige Masse entsteht.

Die ausgekühlten Muffins in der Mitte waagerecht durchschneiden und jeweils etwas Himbeer-Frischkäse-Füllung auf dem unteren Boden platzieren. Die oberen Böden daraufsetzen. Den gefüllten Muffins mit einem Löffel oder einer Gabel eine Haube aus Himbeer-Frischkäse-Füllung aufsetzen. Jeweils eine Himbeere auf dem Topping platzieren. Mit den gehackten Pistazien garnieren.

Am Tisch die Muffins ggf. halbieren, da sie sehr mächtig sind.