Sommeräpfel – erfrischend säuerlich

An apple a day …

Viele kennen ihn noch von früher – den Weißen Klarapfel. Der blumig duftende grün-gelbe Apfel läutet Ende Juli/Anfang August die Früh-Apfelsaison ein. Heute gibt es weitaus mehr frühe Sorten, die sich zum Frischverzehr, aber auch für sommerliche Küchen-Kreationen eignen.

Reife zur Korn-Ernte

Als August-Apfel, Hafer-Apfel oder Jacobia-Apfel kennt man den Weißen Klarapfel bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Besonders gerne wurde der Apfel in Privatgärten als Schattenspender und zum Frischeverzehr des Obstes gepflanzt. Denn sein prickelnd-säuerliches Aroma hält nur wenige Tage an. Danach wird das Fruchtfleisch schnell weich und mehlig.  

Sommerküche

Weitere Sorten, die zu den Sommeräpfeln zählen, aber etwas längeren Genuss versprechen, sind zum Beispiel James Grieve, Julka oder Retina. Im Supermarkt-Regal findet man die Sorten kaum, aber beim Apfelbauern um die Ecke. Das Aroma der Sommer-Äpfel lässt sich als herzhaft, mit betonter Säure und ähnlich dem Gravensteiner Apfel, der Ende August reif ist, einordnen. Erfrischende Obstsalate und Apfelmus, feine Kaltschalen und Schichtdesserts, leckere Apfeltartes, Strudel und vieles mehr lässt sich in der Sommerküche aus den frühen Sorten zaubern. 

Hier einige Inspirationen …

Apfelmus

Zutaten für 4 Personen

1500 g Äpfel

300 ml Wasser

Zucker

Vanillezucker und Zimt

Zubereitung

Die Äpfel schälen, auf Viertel schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Das Obst mit dem Wasser in einen Topf geben und weich kochen lassen, bis ein musiger Brei entsteht. Gelegentlich umrühren und nach Bedarf etwas Wasser nachgießen. Nach Geschmack mit Vanillezucker und Zimt abschmecken.

Tipps

Sehr kleine Äpfel können auch mit Schalen gekocht werden und man passiert das Mus dann durch eine flotte Lotte.

Wer Apfelmus für den Wintervorrat haltbar machen will, füllt es in Schraubgläser. Diese werden in einen großen Topf, am besten auf ein Küchenhandtuch aus Baumwolle gestellt, sodass sie nicht wackeln oder anstoßen. Die Gläser sollten zu Dreiviertel im Wasser stehen und rund 40 Minuten bei knapp unter 100 Grad Celsius einkochen.

Apfel-Schicht-Dessert

Zutaten für 4 Personen

4 Haferkekse

400 g Apfelmus

400 g Naturjoghurt

Zubereitung

Die Kekse zerkrümeln. Das Apfelmus auf 4 vorbereitete Gläser verteilen (noch etwas Mus für die Deko übrig behalten). Den Joghurt darüber schichten. Mit dem restlichen Apfelmus und den Kekskrümeln dekorieren.

Tipp

Wer das Dessert in Bügel- oder Schraubgläser schichtet, kann es auch für unterwegs zum Picknick oder als Pausensnack für die Arbeit einpacken.

Cremiges Apfel-Eis

Zutaten für 1100 ml

500 ml Naturjoghurt (4 % Fett)

400 g Apfelmus

1 Prise Zimt

Saft von ½ Zitrone

nach Geschmack einen Schuss Calvados

200 ml steif geschlagene Sahne

6-8 EL Puderzucker

Die Zutaten miteinander verrühren, die steif geschlagene Sahne unterheben. Mit dem Puderzucker und dem Calvados abschmecken. Die Masse in einen Behälter füllen und im Gefrierfach gut 3-4 Stunden frieren lassen. In der Zwischenzeit gelegentlich umrühren, sodass die Masse cremig bleibt.

Tipp

Wer eine Eismaschine hat, kann die Masse auch darin bereiten. Auch mit Birnen- oder Quittenmus ist das Rezept lecker!

Apfeltarte mit Holunderblütensirup-Guss

Zutaten für 1 Spring- oder Tarteform à 26 cm

Für den Hefeteig

200 g Mehl

2 EL Zucker

¼ Hefewürfel

40 g weiche Butter oder mildes Rapsöl

100 ml Milch

Für die Apfelauflage

3-4 mittelgroße Äpfel

Saft von 1 Zitrone

Für den Guss

150 ml Wasser

100 ml Holunderblütensirup

1 Päckchen Tortenguss (klar)

Für die Dekoration

Gehackte Pistazien

Zubereitung

Aus den angegebenen Zutaten einen Hefeteig bereiten. Die Äpfel schälen und auf Viertel schneiden. Das Kerngehäuse entfernen und die Viertel auf 3 mm dicke Scheiben schneiden. Während der Teig geht, die Äpfel mit dem Zitronensaft marinieren. Den dünn ausgerollten Hefeteig in eine Tarte- oder Springform geben, an den Rändern etwas hochziehen und mit den Äpfeln schuppenartig (von außen beginnend) belegen.

Den Kuchen bei 180-200 Grad Celsius im vorgeheizten Ofen gut 30-40 Minuten backen lassen, bis der Teigrand goldbraun ist.

Die Tarte etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit den Tortenguss bereiten. Die Zutaten in einen Topf geben und gut verrühren. Unter Rühren aufkochen lassen, bis der Guss anzieht. Etwas abkühlen lassen und von der Mitte her auf der Tarte verteilen. Wenn der Guss fest ist, die gehackten Pistazien am Rand aufstreuen.

Mit Schlagsahne servieren!

Veröffentlicht von

redis

Ich schreibe und fotografiere zu genussvollen Themen. Von der Foto-Reportage über Rezept-Strecken bis hin zum Kochbuch. Als Food-Journalistin setze ich Kulinarisches in Szene - in Wort und Bild.