Herzliches aus der Küche

Zum Valentinstag: Kreationen mit Herz

Die Himbeere mit ihrer tiefroten Farbe und ihrer herzförmigen Gestalt ist ein Symbol für Liebe und Leidenschaft. Jetzt im Winter lassen sich aus Tiefkühlhimbeeren und getrockneten Himbeeren leckere „Kreationen mit Herz“ für den Tag der Liebenden zaubern. Zum Valentinstag habe ich mich inspiririeren lassen …

Vanille-Rührkuchen mit Himbeer-Swirl

Vanille und Himbeeren sind ein Aromen-Dreamteam. Ein selbstgebackener Kuchen zum Kaffee ist am Valentinstag eine kleine kulinarische Liebeserklärung.

Zutaten für 1 Kastenform

250 g Zucker

2 Päckchen Vanillezucker

250 g Butter, weich

4 Eier Größe M

400 g Mehl

1 Backpulver

300 g Tiefkühl-Himbeeren (aufgetaut und gut abgetropft)

etwas Milch

Für die Backform

Fett und Grieß

Für die Dekoration

Puderzucker

Zubereitung

Zucker, Vanillezucker, Butter und Eier schaumig schlagen und das Mehl mit dem Backpulver sukzessive unterrühren. Nach Bedarf etwas Milch zugeben.

Der Teig muss zäh vom Löffel fallen.

Die Backform fetten und mit Grieß ausstreuen. Die Hälfte des Teigs in die Form füllen und nun den größten Teil der Himbeeren zugeben. Die Himbeeren etwas andrücken und den Rest des Teigs sowie die restlichen Himbeeren darübergeben.

Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad Celsius Umluft für mindestens eine Stunde backen. Die Stäbchenprobe machen. Sollte der Teig partiell noch zu feucht sein, den Kuchen noch etwas weiter garen und in der Nachwärme trocknen lassen.

Den Kuchen erst nach dem vollständigen Auskühlen aus der Form  nehmen.

Tipp: Mit Puderzucker überstreuen und nach Geschmack mit Sahne oder Vanille-Eis servieren.

Hier seht Ihr einen Making-of-Clip aus meiner Fotoküche …

Himbeer-Küsschen

Die kleinen Baisers (frz. Küsschen) eignen sich ideal zum Verschenken. Mit Pulver aus getrockenten Himbeeren verleihen sie dem Gebäck eine schöne rosa Farbe.

Zutaten für circa 60 Mini-Baisers

2 Eiweiß

160 g feinster Zucker

2 EL Fruchtpulver Himbeer oder glattgerührtes Himbeergelee

1 Prise Salz oder einen Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen, dabei langsam den Zucker einrieseln lassen, bis die Masse cremig-glänzend ist und sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Nun das Fruchtpulver oder Gelee zugeben und mit einem Löffel unterheben.

Die Baiser-Masse in einen Spritzbeutel mit breiter Tülle füllen und in Abständen kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Im vorgeheizten Backofen bei 100 Grad Celsius Umluft eine gute Stunde backen lassen. Die Temperatur auf 80 Grad Celsius Umluft drosseln und die Baisers eine weitere Stunde trocknen und anschließend im Ofen auskühlen lassen.

Himbeermichel

Heiße Himbeere trifft hier auf Vanillesauce. In der kalten Jahreszeit schmeckt der süße Auflauf frisch aus dem Ofen besonders gut.

Zutaten für eine Auflaufform

½ Baguette oder 2-3 Brötchen vom Vortag

300 ml warme Milch

2 Eigelb

50 g flüssige Butter

50 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

etwas Zitronenabrieb

2 TL Backpulver

2 Eiweiß

1 Prise Salz

300 g Himbeeren (aufgetaut und abgetropft)

1 Handvoll Mandelblättchen

Für die Vanillesauce

1 l Milch

1 Päckchen Puddingpulver Vanillegeschmack

3-4 EL Zucker

Zubereitung

Das Brot in kleine Stücke schneiden und mit der warmen Milch, der flüssigen Butter, dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Zitronenabrieb, dem Backpulver und dem Eigelb vermengen. Etwas ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Eiweiß mit der Prise Salz steifschlagen und unterheben. Die Masse in eine gefettete Auflaufform geben und die Himbeeren obenauf geben, etwas andrücken und mit den Mandelblättchen bestreuen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Celsius für circa 30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit das Puddingpulver mit etwas Milch anrühren und die restliche Milch zum Kochen bringen. Zucker und flüssiges Puddingpulver einrühren, kurz aufkochen und anziehen lassen. Vom Herd nehmen und die Vanillesauce zusammen mit dem Auflauf servieren.

 

Kalter Monat im Kräuterbeet

28. Januar … der Rosmarin im alten Obsthof, wo die Fotoküche zu Hause ist, blüht … eine kleine Rückschau auf den kalten Monat im Kräuterbeet.

 

29. Januar … die Blüte nimmt an Fahrt auf … die permanente Kälte im Januar hat die Blüten, die sich für gewöhnlich ab März zeigen bereits nun aktiviert. Mit den Blüten lassen sich herrlich Teller dekorieren oder auch im Kräutersalz machen sich die kleinen lila Farbtupfer gut.

Winterplaces

Das Eichebäumchen in Wachtberg-Adendorf mit Blick auf Eckendorf in Rheinland-Pfalz … Kindheitserinnerungen an Opas Apfelernte kommen hoch … und … siehe da … hier und da „hängt noch einer“.

Das inspiriert zu einer Rheinischen Apfelriemchen-Tarte wie bei Oma … die kann man natürlich im Veganuary auch vegan backen. Hier geht’s zum Rezept … und hier zum Youtube-Beitrag … 

Happy Veganuary

Küchenklassiker vegan interpretiert

Zu Beginn des neuen Jahres möchten viele Genießer den Körper regenerieren lassen und auf Fleisch, Zucker, Fett und Alkohol verzichten.  Der „Veganuary“, eine Initiative, die 2014 in Großbritannien gestartet ist, eignet sich dafür optimal. Denn sie lädt jedes Jahr im Monat Januar dazu ein, tierische Produkte zu meiden und eine vegane Ernährung auszuprobieren.

Vegan genießen mit alten Rezepten 

Dass „vegane Ernährung“ kein Genuss-Verzicht bedeuten muss, beweisen viele leckere Rezepte, die im Aktionszeitraum in den sozialen Netzwerken gepostet werden. „Die Fotoküche“ hat in diesem Jahr Rezepte aus ihrer Küchenklassiker-Kochbuchreihe aus dem Wartberg Verlag zusammengestellt und – wenn nicht von Hause aus rein pflanzlich – auf eine vegane Rezeptur umgestellt.

Saisonal und regional kochen

In früheren Zeiten war es mangels Importware immer üblich, saisonal und regional zu kochen, sich also klimafreundlich zu verhalten. Auch Fleisch war nicht im Überfluss vorhanden und man schätzte Hülsenfrüchte als Eiweißlieferanten. Vegane Ersatzprodukte aus dem Industrielabor gab es nicht. Auch Kohl und Wurzelgemüse waren im Wintervorrat.

In alten Rezepten findet man daher zahlreiche Anregungen fürs saisonale und regionale Kochen. Wenn man Schinkenspeck oder Fleischabschnitte weglässt und raffiniert durch Kräuter, Gewürze, getrocknete Tomaten oder andere kreative Zutaten ergänzt, dann erhält man im Handumdrehen tolle Veganuary-Klassiker.

Viele, die den „Veganuary“ einmal ausprobiert haben, stellen fest – dass vegane Rezepte durchaus alltagstauglich sind und ein jeder ist natürlich frei – die Rezepte in seiner Küche so abzuwandeln, wie sie ihm oder ihr am besten schmecken.

Hier sind die Veganuary-Küchenklassiker:

Linseneintopf mit geröstetem Gemüse und getrockneten Tomaten

Ein Winterklassiker schlechthin ist der Linseneintopf. Statt mit Speck und Mettwurst gibt es diesen im Veganuary mit geröstetem Gemüse und getrockneten Tomaten. Eine zeitgemäße Hommage an Omas Küche!

Zutaten für 4 Personen

250 g Linsen

1 Bund Suppengrün (ein Stück Sellerieknolle, ½ Lauchstange, 1 Möhre, etwas Petersilie)

1 rote Paprika

1 Zwiebel

500 g mehlig kochende Kartoffeln

50 g getrocknete Tomaten

2-3 TL Tomatenmark

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebel schälen, würfeln und mit dem gewürfelten Suppengemüse und der gewürfelten Paprika in wenig Öl anrösten. Mit Wasser auffüllen. Die Kartoffeln schälen, würfeln und mit den Linsen und den getrockneten Tomatenstücken zugeben. Mit Wasser aufgießen, sodass die Gemüse komplett bedeckt sind, und die Suppe zum Kochen bringen. Salz und Lorbeerblätter zugeben. Die Suppe dann eine gute dreiviertel Stunde köcheln lassen. Zum Schluss mit Tomatenmark, Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp

Die Suppe eignet sich auch zum Portionieren und Einfrieren.

Original-Rezepte für Linseneintopf oder -suppe findet Ihr übrigens in folgenden Küchenklassiker-Bänden:

Bergisches Land (1. Band), Münsterland, OWL, Saarland, Rheingau, Nordhessen

Original-Rezepte für Linsensalat gibt es hier:

Bergisches Land (1. Band), Niederrhein

Apfel-Sauerkraut-Salat oder -Gemüse

Ob roh oder gekocht – Sauerkraut ist ein Wintergericht par excellence. Weißkohl gehörte schon immer in der kalten Jahreszeit zu den Vitamin C-Lieferanten Nummer eins. Ob kurz blanchiert als Salat, gegart als Gemüse oder eingelegt als Sauerkraut – der Weißkohl ist in der Regional-Küche vielseitig gefragt und hat eine lange Tradition. Früher hobelte man den Kohl auf einem Kappesbrett und schichtete ihn mit Salz in große Steintöpfe, wo er über Wochen zu schmackhaftem Sauerkraut-Vorrat vergor. Das ist die Basis für fruchtigen Sauerkraut-Salat oder auch Gemüse.

Zutaten für 4 Personen

400 g Sauerkraut

2 süß-säuerliche Äpfel (z.B. Elstar, Cox Orange oder Berlepsch)

2 kleine Zwiebeln

Für die Salatsauce:

8 EL Apfelessig

8 EL Sonnenblumenöl

2-4 TL Zucker (je nach Säure des Krauts)

Salz, Pfeffer

Für das Gemüse

1 EL Öl

nach Geschmack 1 Lorbeerblatt

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Das Sauerkraut je nach Säure etwas wässern und abtropfen lassen.

Die Zwiebeln fein hacken, die Äpfel nach Geschmack schälen, in kleine Würfel schneiden oder reiben.

Für den Salat die Zutaten mit dem Sauerkraut mischen. Aus den übrigen Zutaten eine Vinaigrette rühren und über den Salat geben. Diesen gut durchziehen lassen und als Rohkost zu einer Brotzeit servieren.

Für das Gemüse die Zwiebeln in dem Öl andünsten, Sauerkraut und Äpfel zugeben und alles köcheln lassen. Nach Geschmack ein Lorbeerblatt zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp

Den Salat mit Roggenbrot und das Gemüse mit Kartoffelstampf servieren.

Das Rezept für den Sauerkraut-Salat stammt aus dem Küchenklassiker OWL. Hier findet sich übrigens auch ein Weißkohl-Gemüse mit Apfel und Kümmel. Einen Weißkohl-Salat mit Birne gibt es beispielsweise im zweiten Band der Bergischen Küchenklassiker zu entdecken. Im Küchenklassiker Eifel gibt es ein Sauerkraut-Gemüse mit weißen Bohnen und einen Sauerkraut-Eintopf.

Gelber Erbseneintopf mit Kürbis 

Gelbe Erbsen zählen neben Linsen und weißen Bohnen zum Repertoire des klassischen Wintervorrats. Als Eintopf mit Speck kennt man die gelbe Erbsensuppe von früher. Heute kocht man sie auch gerne vegetarisch. Saisonal motiviert, passt das orangefarbene Kürbisfleisch optimal zur gelben Erbse. Schälerbsen oder geschälte Erben müssen nicht eingeweicht werden. Sie sind äußerst bekömmlich und eignen sich auch hervorragend für Erbsenpürees.

Zutaten für 4 Personen

250 g gelbe Schälerbsen

250 – 500 g Kürbisfleisch (vorzugsweise Butternut oder Hokkaido)

nach Belieben auch einen Teil Kürbisfleisch durch 2 gelbe Möhren ersetzen

1 Bund Suppengrün (ein Stück Sellerieknolle, ½ Lauchstange, 1 Möhre, etwas Petersilie)

1 große Zwiebel

1,5 l leicht gesalzenes Wasser

Salz, Pfeffer, Zucker, Essig

2 Zweige frischer Thymian

Öl

Zubereitung

Die Erbsen waschen und beiseite stellen. Die Gemüse waschen, putzen und schälen. In kleine Würfel oder Scheiben schneiden.

Die Gemüse in etwas Öl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Mit dem gesalzenem Wasser auffüllen, die Erbsen und den Thymian zugeben und gut 45 Minuten köcheln lassen.

Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken.

Tipp

Der Eintopf lässt sich gut auf Vorrat kochen und portionsweise einfrieren.

Das Rezept stammt aus dem zweiten Band der Bergischen Küchenklassiker mit dem Untertitel „Pastinake, Steckrübe und Sternrenette“. Rezepte für Erbsenpüree (Erbsbrei) findet Ihr in den Küchenklassiker-Bänden Nordhessen und Rheingau.

Veganer Kartoffelkuchen mit Lauch

In vielen Regionen schätzt man in der kalten Jahreszeit im Ofen gebackene Kartoffelkuchen. Der herzhafte Kuchen lässt sich auch ohne Schmalz, Eier und Speck genießen. Im Schwälmer Kulturraum (in Nordhessen) kennt man seit eh und je den Kartoffelkuchen mit Lauch. Ohne Butter und Schmalz ist er Basis für dieses vegane Rezept.

Das Original-Rezept findet Ihr im Küchenklassiker Nordhessen.

Zutaten für 4 Personen

1,5 kg Kartoffeln

1 Stange Lauch

Salz, Pfeffer und Muskat

Öl für die Backform

Für die Dekoration

Lauchzwiebel-Ringe

Zubereitung

Kartoffeln schälen und reiben. Den Lauch putzen und zunächst längs aufschneiden dann halbieren und in schmale Streifen schneiden. Mit den geriebenen Kartoffeln vermengen und würzen. In eine ausgefettete Auflauf- oder Kastenform geben, etwa 3 cm hoch einfüllen und glatt verstreichen. Dann bei 180 Grad Celsius Ober-/Unterhitze rund eine Stunde lang backen. Den Kartoffelkuchen abstechen und warm servieren. Mit Lauchzwiebel-Ringen überstreuen.

Tipp

In kleinen Auflaufförmchen als Portion gebacken, lässt sich der Kartoffelkuchen gut vorbereiten und nochmals aufwärmen. Als Beilage zu einem gemischten Salat oder einer Gemüsepfanne reichen.

Hier geht’s zur Autorenseite der Küchenklassiker im Wartberg Verlag.

 

 

Weihnachtsbrownies

EIN FEST FÜR SCHOKOHOLIKER

Zutaten für 12 Stücke – ein kleines Blech (20 x 30 cm)

250 g Zartbitter-Schokolade oder Kuvertüre

200 g Butter

125 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

½ TL Spekulatiusgewürz

3 Eier

75 g Mehl

50 g Backkakao

1 gestrichener TL Backpulver

Für die Dekoration

100 g Zartbitter-Kuvertüre

100 g Marzipanrohmasse

Zuckerperlen und -sterne

Außerdem

Backpapier für das Blech

Plätzchenausstecher mit Sternemotiv

Zubereitung

Die Schokolade im Wasserbad langsam schmelzen. Butter, Zucker, Vanillezucker, Spekulatiusgewürz und Eier mit dem Handmixer schaumig aufschlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Die geschmolzene Schokolade unterheben. Das Mehl und den Backkakao sieben und unterrühren. Den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Form streichen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Celius Ober-Unterhitze für knappe 30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Marzipanrohmasse ausrollen und 12 Sterne ausstechen.

Die Zartbitter-Kuvertüre für die Dekoration schmelzen und auf dem etwas abgekühlten Kuchen verstreichen.

Nun die Sterne gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen, sodass jedes Brownie-Stück einen Stern bekommt. Mit den Zuckerperlen und -sternen weitere Hingucker aufstreuen.

Hier seht Ihr ein kleines Making-of:

 

 

Genüsslicher Advent

Knapp vier Wochen noch bis Weihnachten … dieser Gedanke versetzt so manchen Mitmenschen in Stress, bei anderen wiederum ist die Vorfreude ungetrübt. Das gemeinsame Backen, Klönen und Vorbereiten steht an den Adventssonntagen im Fokus. Welche Rezepte die gemeinsamen Stunden versüßen, erfahrt Ihr hier.

Roter Früchtepunsch mit GewürzenDieser alkoholfreie Punsch punktet nicht nur mit sinnlichen Gewürzen, die von innen wärmen, sondern auch mit Vitamin C. Und davon brauchen wir jede Menge in der kalten Jahreszeit!

Zutaten

1 Bio-Orange

1 Vanilleschote

2 Zimtstangen

10 Nelken

3 Sternanis

3 Beutel Waldfrucht- oder Apfeltee

30 g brauner Zucker

600 ml Wasser

150 ml Sauerkirschsaft (gesüßt)

300 ml Holundersaft (gesüßt)

Zubereitung

Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Beutel Früchtetee darin für 10 Minuten ziehen lassen. Die Orange heiß abwaschen und dünn schälen. Die Schale zum Tee geben und mit dem Tee  mit dem brauen Zucker ziehen lassen. Die restliche Orange auspressen. Die Teebeutel entfernen und die Gewürze und die Säfte zum Tee geben. Den Punsch für eine gute halbe Stunde ziehen lassen und dann die Gewürze entfernen, den Punsch nach Geschmack nachsüßen und heiß in Teegläsern servieren.

Tipp

Wer gerne Alkohol trinkt und auf der Suche nach einem neuen Punsch-Rezept ist, kann den Holundersaft auch durch Rotwein ersetzen.

Baumhänger aus Lebkuchenteig

Selbstgemachter Baumschmuck ist ein Hingucker, der zum Naschen einlädt. Auch als Wichtel-Geschenk sind zum Beispiel Herzen aus Lebkuchen eine hübsche Idee!

Zutaten für 30-40 Stück

250 g Honig

125 g Zucker

375 g Mehl

100 g gehackte oder geriebene Mandeln

1 Prise Salz

etwas abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

je 1 Msp. weißer Pfeffer

je 1 gestrichener TL Nelken- und Ingwerpulver

2 Eier Größe M

je 1 gestrichener TL Hirschhornsalz und Pottasche

3 EL Rosenwasser

Zum Bestreichen des Gebäcks

2 Eigelb

2 EL Wasser

Mehl für die Arbeitsfläche

Eiweiß-Zuckerguss für die Verzierung

2 Eiweiß

100 g Puderzucker

2 EL Zitronensaft oder

konzentrierter Fruchtsaft (z.B. von Holunder oder Schlehen)

zum Einfärben des Zuckergusses

außerdem

Gebäckperlen nach Geschmack

Backpapier für das Blech

Küchen- oder Wurstgarn für die Hänger

Zubereitung

Für den Teig Honig und Zucker erhitzen, aber nicht kochen. Hirschhornsalz und Pottasche in Rosenwasser auflösen. Zusammen mit den übrigen Zutaten zu der Honig-Zucker-Masse geben und gut durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen auf einem flachen Teller mit Handtuch bedeckt über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche circa 3 mm dick ausrollen und kleine Männlein oder andere Figuren und Formen ausstechen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Lebkuchen mit ausreichend Abstand darauf platzieren. Die Oberfläche des Gebäcks mit der Eigelb-Wasser-Glasur bestreichen und backen. In die abgekühlten Figuren, sofern sie nicht per se ein ausgestochenes Loch aufweisen, kleine Löcher mit einer Nadel einstechen und ein Stück Küchen- oder Wurstgarn durchziehen und an den Enden zusammenknoten.

Wer Lust auf Verzierungen hat, der kann das abgekühlte Gebäck nach Herzenslust mit Zuckerguss und Gebäckperlen schmücken.

Für den Zuckerguss das Eiweiß zunächst steif schlagen, dann nach und nach den Zucker unter Rühren einrieseln lassen. Zum Schluss den Zitronensaft einträufeln lassen. Die Masse ist fertig, wenn sie dick ist und schön glänzt. Für die Gesichter den Zuckerguss in eine Spritztülle mit sehr feiner Öffnung geben und auf die Figuren spritzen oder mit einem Schaschlik-Spieß oder Zahnstocher auftragen. Für die anderen Plätzchen kann der Zuckerguss auch großflächig aufgetragen und mit Gebäckperlen verziert werden.

Linzer Schnitten

Als ganzer Kuchen oder als kleine Plätzchenriegel ein voller Genuss!

Zutaten für ein kleines Backblech, ca. 30 x 40 cm

275 g weiche Butter
225 g Puderzucker
2 Eier Größe M
2 TL Zimt, etwas Zitronenabrieb
275 g gemahlene Mandeln oder andere Nüsse
375 g Mehl
225 g Himbeer- oder Johannisbeergelee
etwas Puderzucker zum Bestäuben des Gebäcks

Zubereitung

Butter, Zucker und Eier schaumig aufschlagen, dann die Gewürze zugeben und mit den Mandeln und dem Mehl unterkneten. Den Teig an einem kühlen Ort etwas ruhen lassen. Zum Verarbeiten sollte der Teig gut gekühlt sein, da er sonst zu weich ist.

Den Teig bemehlen, nochmals etwas aufarbeiten und etwa in der Mitte teilen. Die etwas größere Hälfte des Teigs rund 3-5 mm dick ausrollen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit dem Gelee betreichen.

Nun die andere Hälfte des Teigs gut 2-3 mm dick ausrollen und verschieden große Sterne ausstechen und auf dem Gelee verteilen. Oder das klassische Gitter-Muster aufbringen. Hierfür lange Schlangen von 1 cm Breite aus dem ausgerollten Teig schneiden und den mit Gelee bestrichenen Teig damit belegen. Die Linzer Schnitten bei 175 Grad Ober-Unterhitze im vorgeheizten Backofen gut 30 Minuten backen lassen.

Nach dem Auskühlen mit etwas Puderzucker bestäuben. Dabei nur die Inseln mit den Sternen bestäuben, sodass die Geleeschicht noch sichtbar bleibt.

Zum Verschenken oder als Plätzchenriegel für den Nikolausteller in Vierecke (4 x 4 cm oder kleiner) schneiden und genießen. Am besten schmecken die Schnitten, wenn Sie etwas abgelagert sind.

Feine Zimtwäffelchen nach Omas Rezept

Zimtwäffelchen sind ein schönes Mitbringsel für den Adventskaffee. Eine Tasse Weihnachtstee passt perfekt zu den würzig-knusprigen Keksen.

Zutaten für circa 100 Stück

100 g Butter

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eier

1,5 TL Zimt

150 g Mehl

Öl für das Waffeleisen

Zubereitung

Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Fixquirl schaumig aufschlagen. Die Eier einzeln zugeben und verquirlen. Das Mehl löffelweise unterarbeiten.

Den Teig mindestens eine halbe Stunde kühl stellen und ruhen lassen.

Das Zimtwaffeleisen (s. oben im Beitragsbild) vorheizen und fetten. Mithilfe von zwei Teelöffeln kleine Teigkugeln abstechen und in die Mitte der jeweiligen Keksmulde geben. Die Kekse goldbraun backen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Wenn die Kekse zusammengebacken sind, diese auseinanderbrechen und in einer Keksdose aufbewahren.

Backen zum Martinstag

Von Weckmann bis Arme Ritter

Am 11. November ist „Sankt Martin“ – ein Lichterbrauch, der auf den Heiligen Martin von Tours zurückgeht und mit allerlei traditionellen Köstlichkeiten einhergeht. Besonders der Martinswecken, der nach dem Laternenumzug an Kindergarten- und Grundschulkinder ausgegeben wird, ist vielen in besonderer Erinnerung.

Weckmann, Martinsbrezel, Martinsgans und Kesselskuchen

Auch der Weckmann oder Stutenkerl, ein Gebildebrot in Form eines Männchens mit Pfeife, die Martinsbrezel oder die Martinsgans sind symbolisch und kulinarisch mit dem Martinstag verbunden. In früheren Zeiten wurde in ärmeren Haushalten statt Gänsebraten auch oft ein Kessels- oder Pottkuchen aus Kartoffeln und Mettwurst zum Martinstag gereicht.

Arme Ritter

Reste des Kartoffelkuchens backte man nochmals in der Pfanne aus, ebenso alt gewordenes Stutenbrot, zum Beispiel das vom Weckmann, verwertete man als „Arme Ritter“. Hierfür werden die Brotscheiben in ein mit etwas Milch verschlagenes Ei getaucht und in Fett in der Pfanne knusprig ausgebacken. Mit Zimt und Zucker sowie etwas Apfelmus serviert, war das ein Genuss.

Egal für welche Köstlichkeit man sich am Martinstag entscheidet, der Brauch des Miteinander-Teilens nach dem Vorbild Martins steht dabei im Vordergrund. Vielleicht habt Ihr Lust, Zimtschnecken (Rezept siehe unten) zu backen und diese am Martinstag nach dem Umzug mit Familie und Freunden zu genießen? Ein heißer Punsch oder Kakao passt dazu. Das Rezept für ein Martinsbrot mit Äpfeln findet Ihr hier.

Zimtschnecken

Zutaten für 14-16 Schnecken

550 g Mehl

50 g Zucker

20 g Hefe

150 ml Milch

60 g Butter

1 Ei

1 TL Kardamom

½ TL Salz

Für die Füllung

50 g weiche Butter

2 EL Zucker

1 EL Zimt

Zum Bestreichen und Bestreuen

1 Ei mit 1 EL Wasser

Hagelzucker

Außerdem

Mehl für die Arbeitsplatte

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde bilden. Die Hefe hineinbröseln und mit dem Zucker und etwas lauwarmem Wasser sowie einem Teil des Mehls einen Vorteig anrühren. Diesen etwas gehen lassen, bis er kleine Blasen bildet.

In der Zwischenzeit die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen lassen. Die Butter mit der Milch, dem Ei, dem Salz und dem Kardamom in die Schüssel mit dem Vorteig geben und alles gut verkneten. Den Teigballen noch ein weiteres Mal ruhen lassen.

Nach einer guten halben Stunde an einem warmen Ort sollte er sich nahezu verdoppelt haben. Nun den Teig abermals mit etwas Mehl durchwirken, sodass er nicht mehr klebrig, sondern elastisch ist. Mit einem Nudelholz auf ein circa 30 x 22 großes Rechteck ausrollen. Die Fläche mit der weichen Butter bestreichen. Den Zimt mit dem Zucker mischen und aufstreuen. Nun das Rechteck von der langen Seite her engmaschig aufrollen und mit einem Messer circa zwei bis drei Zentimeter breite Scheiben davon abschneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder eng aneinander in eine Auflauf- oder Kuchenform legen. Die Teilchen mit dem Ei-Wasser-Gemisch bestreichen und etwas Hagelzucker aufstreuen.

Die einzelnen Schnecken bei 200 Grad Celsius im vorgeheizten Ofen circa 20-25 Minuten backen lassen. Die als Brötchensonne ausgebackenen Schnecken brauchen etwas länger.

 

Kürbiszeit – bunt und gesund

Kürbisse gibt es in fast allen Größen und Formen. Ab Oktober laden die klassischen Herbstkürbisse zum Dekorieren und Genießen ein. Beliebte Sorten, die auch in der Küche punkten, sind: Hokkaido, Muskat- und Spaghetti-Kürbis, Butternuss (Birnen-Kürbis) und Patisson (Ufo-Kürbis). Auch wenn so mancher Kürbis ein echtes Schwergewicht ist, sind Kürbisse mit nur 25-30 kcal pro 100 g echte Kalorienwunder und und unterstützen den Organismus in der kalten Jahreszeit mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen!

Hokkaido – der handliche Orangefarbene

Besonders Hokkaido-Kürbisse, die aus der gleichnamigen Nordmeer-Präfektur in Japan stammen, sind bei Hobby-Köchen sehr beliebt und punkten durch ihre gute Handhabung in der Küche. Denn man muss sie nicht schälen!

Muskat- und Butternuss-Kürbis: cremig-nussiges Aroma

Feinschmecker schwören indessen auf Muskat- oder Butternuss-Kürbisse, denn sie überzeugen durch ein cremig-nussiges Aroma bei gleichzeitiger Fruchtwürze. Besonders in herbstlichen Gemüse- und Fleischragouts machen sich die beiden Sorten gut.

Spaghetti- und Patisson-Kürbisse: das Auge isst bekanntlich mit!

Spaghetti- und Patisson-Kürbis sind in der Event-Küche sehr beliebt, denn sie machen optisch einiges her. Das Innenleben des Spaghetti-Kürbisses erinnert an Nudelfäden und der Patisson-Kürbis sieht aus wie ein gestreiftes Ufo. Beide Sorten lassen sich gut im Ofen garen und als „gebackener Kürbis“ verzehren. Nach Geschmack können sie auch mit einer herzhaften Füllung versehen und dann überbacken werden.

Kürbis-Kombinationen: von herzhaft bis süß-sauer

Es muss nicht immer Suppe sein! Kürbisse regen zu vielerlei Rezeptideen an. Da ihr Geschmack nicht aufdringlich ist, lassen sie sich herzhaft als auch süß  inszenieren. Als süß-sauer eingelegte Köstlichkeit kennt man den Kürbis schon seit eh und je. Geraspelt und mit Sauerkraut im Glas fermentiert, entsteht ein köstliches Colslaw, das als Salatbeilage und und als Topping für Burger und mehr taugt.

Auch in Form von Kürbis-Gnocchi, Kürbis-Kuchen oder -Brot, als klassische Pumpkin Pie, als Konfitüre oder als Gemüse-Zutat im Auflauf schmeckt das Fruchtfleisch.

Von Tomate bis Spinat – Kürbis überzeugt in Aufläufen

Zu Kürbissen passen geschmacklich gut zu Tomaten-Saucen, aber auch Bechamel-Kräuter-Saucen sind für Kürbis-Gemüse oder Aufläufe eine tolle Wahl.

Habt Ihr schon mal Kürbisse in Kombination mit Kartoffeln und Spinat probiert? Einfach köstlich … hier ist das Rezept für einen Auflauf mit Kräuter-Bechamel, der Halloween-Freunden auch als „Kartoffelauflauf mit Kürbis und warzigem Krötenschleim“ schmeckt.

Kartoffelauflauf mit Kürbis und Spinat

Zutaten für 1 Auflaufform (20 x 30 cm)

1/2 Butternuss-Kürbis

1 kg Kartoffeln (als Pellkartoffeln gegart)

Für die Kräuter-Bechamel-Sauce mit Spinat

300 g Kräuterfrischkäse, Doppelrahmsufe

1 große Zwiebel

300 g Blattspinat (aufgetaut)

1/8 l Sahne

1/4 l Milch

Salz, Pfeffer, Muskat

Olivenöl

125 g Gratinkäse (gerieben)

Zubereitung

Die gegarten Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Den Kürbis schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Kürbis- und Zwiebelwürfel in etwas Olivenöl andünsten, den Blattspinat zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Solange dünsten, bis die die Kürbiswürfel noch bissfest, aber gar sind.

Milch, Frischkäse und Sahne in einen Topf geben und kurz aufkochen und dann etwas einköcheln lassen. Dabei rühren nicht vergessen! Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Kartoffelscheiben in die Auflaufform geben, das gedünstete Gemüse und die Kräuter-Bechamel darüber geben. Mit dem Käse überstreuen und bei 180 Grad Celsius Unter-Oberhitze im vorgeheizten Backofen für 30-40 Minuten goldgelb überbacken!

 

Maronen-Guglhupf

Schon probiert? Dieser Kuchen ist einfach zum Dahinschmelzen. Saftig, nussig, schokoladig …

Zutaten für 1 Form mit 22-25 cm Durchmesser
oder 2 Formen à 16-18 cm Durchmesser

200 g vorgegarte Maronen
(sehr fein gehackt oder mit etwas Milch oder Rotwein püriert)
4 Eier
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
250 g weiche Butter
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
100 g geriebene Schokolade
einige EL Milch oder Rotwein

Für die Backform
Fett und etwas Grieß oder Paniermehl

Zum Dekorieren
Schokoladenkuvertüre oder Puderzucker

Zubereitung

Die Eier mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Salz und der Butter schaumig aufschlagen, das Mehl mit dem Backpulver mischen und sukzessive unterrühren. Das Maronenpüree und die geriebene Schokolade unterheben. Je nach Konsistenz des Teigs noch etwas Milch oder Rotwein zugeben. Der Teig sollte schwer reißend vom Löffel fallen.
Den Teig in die gefettete und ausgestreute Backform geben und im vorgeheizten Ofen zunächst bei 200 Grad Celsius Umluft etwa 10 Minuten und dann bei 160 Grad Celsius Umluft nochmals 40 Minuten backen.
Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, aus der Form nehmen und nach Geschmack mit Schokoladenkuvertüre überziehen oder mit Puderzucker bestäuben.

Die Apfelzeit genießen

Rheinischer Apfelfladen

Zutaten für 1 runden Fladen (26-28 cm Durchmesser)

Für den Teig

250 g Mehl

125 g Quark

75 g Zucker (nach Geschmack)

1 Vanillezucker

1 Ei

70 ml Pflanzenöl

½ Päckchen Backpulver

Außerdem

Mehl für die Arbeitsplatte

Öl zum Einfetten der Spring- oder Tarteform

Für die Kuchenauflage

2-3 mittlere Äpfel (z.B. Elstar)

2-3 EL Zucker

Zimtzucker

Zubereitung

Aus den angegebenen Zutaten einen Knetteig bereiten und zu einer Kugel formen. Kurz ruhen lassen.

Die Teigkugel mit etwas Mehl aufarbeiten und flach zu einem Kreis ausrollen, in die gefettete Kuchenform einpassen und am Rand leicht nach oben drücken.

Die Äpfel waschen und schälen. Das Kerngehäuse entfernen und vierteln. Die Viertel in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden und schuppenartig von außen beginnend auf den Teig legen. Etwas andrücken und mit 2-3 EL Zucker bestreuen.

Den Apfelfladen bei 200 Grad Celsius Ober-Unterhitze für circa 25 Minuten backen.

Nach dem Backen noch warm mit Zimtzucker bestreuen.