Picknick bei Wendy

Im Juni locken Wald und Wiesen mit sattem Grün und laden zum Picknicken ein. Überall am Wegesrand blüht der Holunder. Bianca hat mich eingeladen, mit zu ihrer Stute Wendy auf die Weide zu kommen. Für das gemeinsame Picknick habe ich mir in meiner Fotoküche schöne Rezepte für unterwegs einfallen lassen, die großen und kleinen Picknick-Gästen schmecken.

Leckeres Beerenobst genießen

Im Juni sind neben Erdbeeren und Rhabarber auch die ersten Kirschen, Blaubeeren, Johannisbeeren und Himbeeren reif. Das ruft nach einer Roten Grütze! Im Schraubglas lässt sich die Leckerei auch gut für draußen mitnehmen. Streuseltörtchen mit Rhabarber und Johannisbeeren, die man einfach so auf der Hand essen kann, sind außerdem optimal für unterwegs.

Kräuter, Tomaten und mehr

Minze und Petersilie stehen nun ebenfalls im Saft! Heimische Cocktail-Tomaten aus Gewächshauskulturen und die ersten Gurken sind ebenfalls da. Das inspiriert zu einem tollen Blitz-Salat mit Couscous  … wer keinen Feta nehmen möchte, kann in Kräuteröl eingelegte Tofu-Würfel zum Salat geben. Wir fanden beides passend und lecker!

Erfrischung pur

Eine selbstgemachte Limonade hat immer etwas für sich. Mit Streuobstwiesenapfelsaft und kaltem Mineralwasser im Verhältnis 1:7, einigen Zitronenscheiben und einigen Zweigen Minze erhält man eine spritzige Erfrischung, die mit frischen Erdbeeren aufgepeppt – auch fürs Auge eine Wonne ist! In kleine Glasflaschen mit Schraubdeckel eingefüllt, lässt sie sich gut transportieren und lockt keine Wespen an.

Übrigens: Einige Erdbeeren hatten wir auch noch für die Tisch-Dekoration mitgenommen … aber … auch die neugierige Wendy liebt Saisonfrüchte wie Erdbeeren … und schwupps … vernascht.

Bianca und Wendy – eine Freundschaft fürs Leben

Regelmäßig besucht Bianca ihre 26-jährige Stute Wendy im Stall und auf der Weide. Schon seit ihrer Kindheit sind die beiden unzertrennlich. Oft nimmt sie auch ihre Kinder mit. Denn auch die lieben das sanftmütige dunkelbraune Pferd mit der weißen Blesse!

Im Sommer auf der Weide tragen viele Pferde „Maske“ und sehen ein wenig aus wie Zorro, um die lästigen Fliegen abzuhalten. Als Bianca Wendy heute die Maske abgenommen hat, hatte die Stute eine dicke Zecke unter ihrer Mähne sitzen. Die musste raus und Bianca die Stelle mit einer Salbe behandelt – damit sie sich nicht entzündet. Momentan hat Wendy übrigens ihr schönes glattes Sommerfell. Es ist ein wenig heller als ihr Winterfell und glänzt an unsererem Picknicktag besonders schön in der Sonne.

Hier sind die Rezepte von unserem Picknick … in eine Kühltasche mit Kühlakkus verpackt – haben sich die Getränke und Speisen bis zum Verzehr frisch und kühl gehalten.

Selbstgemachte Apfel-Minz-Limonade

Zutaten für eine Karaffe à 1,5 l

250 g Erdbeeren

100 ml naturtrüber Apfelsaft

700 ml Mineralwasser

1 Bio-Zitrone

einige Stängel Minze

Zubereitung

Die Zitrone heiß abwaschen und vierteln, dann abermals vierteln. Mit den geputzten und geviertelten Erdbeeren  in eine ausreichend große Karaffe geben. Mit dem Apfelsaft und der Hälfte des Mineralwassers auffüllen, abgezupfte Kräuterblättchen zugeben und im Kühlschrank gute 2-3 Stunden durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren mit dem restlichen Mineralwasser auffüllen, in kleine Trinkflaschen füllen und mit einigen frischen Blättchen garnieren.

Streuseltörtchen mit Rhabarber und Beeren

Zutaten für 16 Stück

Für den Teig

500 g Mehl und etwas zusätzlich zum Arbeiten
1 Backpulver
250 g Magerquark
100 ml Öl
75 g Zucker
1 Vanillezucker
1 Ei Größe L

4 Rhabarbertangen, geschält, in kleine Stücke geschnitten

250 g Johannisbeeren oder Himbeeren, verlesen

Für die Streusel

125 g geschmolzene Butter
250 g Mehl
125 g Zucker

Zubereitung

Aus den Zutaten einen Knetteig bereiten und etwas durchziehen lassen. Förmchen einfetten oder ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf der Arbeitsplatte mit etwas Mehl aufbereiten, den Teig in 16 Rohlinge vorportionieren und in kleine Törtchenformen einpassen oder mit einem Glas runde Kreis von circa 10 cm ausstechen und auf das ausgelegte Blech legen. Das vorbereitete Obst gleichmäßig darauf verteilen.

Die Zutaten für die Streusel mit der Hand vermengen und ggf. noch etwas Mehl zukneten. Die Streusel auf die Törtchen geben und bei 200 Grad Celsius Ober-Unterhitze backen, bis sie goldbraun sind.

Bunter Couscous-Salat

Zutaten für 4 Personen

200 Gramm Couscous

650 Milliliter Gemüsebrühe oder leicht gesalzenes Wasser

1 Bund glatte Petersilie

1 Bund Minze

½ Bund Lauchzwiebeln

1 zerdrückte Knoblauchzehe

Zitronensaft von ½ bis 1 Zitrone

6 EL Olivenöl

6 rote Cocktail-Tomaten

6 gelbe Cocktail-Tomaten

1 rote Spitzpaprika

½ Salatgurke

200 g Feta oder in Kräuter eingelegte Tofu-Würfel

Salz und Pfeffer

Zubereitung

Den  Couscous waschen und in der Gemüsebrühe bei kleiner Hitze garen. Abtropfen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Petersilie, die Minze und die Lauchzwiebeln waschen und trockentupfen. Bei Petersilie und Minze die dicken Stängel entfernen und kleinhacken. Bei den Lauchzwiebeln die Wurzelansätze entfernen und das Gemüse in feine Ringe schneiden.

Aus der zerdrückten Knoblauchzehe, dem Saft einer halben Zitrone und dem Olivenöl eine Marinade rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Tomaten halbieren. Die Paprika putzen und in Würfel schneiden. Die Salatgurke schälen, halbieren, das Kerngehäuse aushöhlen und ebenfalls  in grobe Würfel schneiden. Den Feta zerkrümeln oder in Würfel schneiden.

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit der Marinade gründlich vermengen. Den Salat etwas durchziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach Vorliebe eventuell noch etwas weiteren Zitronensaft zugeben. Mit einem Trichter in Schraubgläser abfüllen, kaltstellen und bis zum Picknick in einer Kühltasche aufheben.

Rote Grütze mit Vanille-Sauce

Zutaten für 4 Personen

Für die Rote Grütze

500 ml Kirschsaft

600 g Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen

4 EL Zucker und etwas mehr

2 EL Stärke

Für die Vanillesauce

1 Päckchen Puddingpulver Vanille oder

2 EL Stärkemehl und das Mark einer Vanillestange

12 EL Zucker

1 l Milch

Zubereitung

Für die Grütze die Früchte enstielen. Die Kirschen entkernen. Die Erdbeeren halbieren oder vierteln. Die Früchte mit dem Zucker etwas Saft ziehen lassen und in einen Topf geben. Mit dem Kirschsaft auffüllen und zum Kochen bringen. Die Masse kurz aufkochen lassen und die in etwas kaltem Wasser angerührte Speisestärke zugeben. Je nach Säure der Früchte nachsüßen. Die Grütze erkalten lassen und in Konfitürengläser mit Schraubverschluss abfüllen.

6 EL Milch mit dem Vanille-Puddingpulver anrühren. Den Rest der Milch mit dem Zucker zum Kochen bringen. Flüssiges Puddingpulver zugeben und rühren, bis die Masse anzieht. Die Vanillesauce abkühlen lassen und zum Transport in eine Glasflasche mit Schraubverschluss füllen. Erst vor Ort beim Picknick über die Grütze geben.

Grütze und Vanillesauce kühlen und in einer Kühltasche bis zum Picknick kühlhalten.

Mai-Genüsse

Von Waldmeister bis Holunderblüte

Jetzt im Mai nimmt die Natur nochmals an Fahrt auf … Holunderblüten, Waldmeister und Erdbeeren sind jetzt neu auf dem Speiseplan. Also: Probieren geht hier über studieren …

Waldmeister-Bowle mit Erdbeeren

Mit dieser Bowle lässt sich vortrefflich auf den Mai anstoßen und das nicht nur in der ersten Mai-Nacht!

Rezeptidee mit und ohne Alkohol

750 ml halbtrockener Weißwein oder heller Traubensaft
500 ml Mineralwasser
10 Stängel Waldmeister (ohne Blüten, getrocknet oder gefroren)
100 g Erdbeeren
Waldmeister-Stängel zum Dekorieren

Zubereitung

Die Waldmeisterstängel trocknen lassen oder über Nacht ins Gefrierfach geben. Den Sekt bzw. Saft in ein Bowle-Gefäß geben und den Waldmeister zugeben und alles für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und gut abtropfen lassen, die Stiele entfernen und die Früchte in Viertel schneiden. Die Bowle aus dem Kühlschrank holen und die Waldmeister-Stängel entfernen, die Erdbeeren und das Mineralwasser zugeben.

Tipp

Nach Lust und Laune mit frischen Waldmeister-Stängeln dekorieren.

Biskuitrolle mit Erdbeeren und Holunderblüten-Sahne

Feine Genüsse kombiniert – hier trifft Erdbeere auf Holunderblüte. Eine schöne Idee zum Muttertag!

Zutaten für 1 Rolle (1 Blech á 30 x 40 cm)

Für den Biskuit

3 Eiweiß

1 Prise Salz

3 Eigelb

3 EL kaltes Wasser

120 g Zucker

1 Vanillezucker oder etwas Zitronenabrieb

100 g Mehl

20 g Speisestärke

½ Päckchen Backpulver

Backpapier für das Blech

etwas Zucker für das Tuch

Für die Füllung

500 ml Sahne

3-4 EL Zucker

2 Päckchen Sahnesteif

200 ml Holunderblütengelee

200 g Erdbeeren

Für die Dekoration

150 g Erdbeeren (mit Stiel und Blättern, wenn man eigene hat)

2-3 Holunderblütendolden

Zubereitung

Erdbeeren waschen, trockentupfen und putzen.  In Scheiben oder Viertel schneiden. Auf einem Sieb abtropfen lassen.

Das Blech mit einem Backpapier auslegen. Das Eiweiß mit der Prise Salz und dem Wasser mithilfe des Handmixers steif schlagen. Den Zucker einrieseln lassen und weiter rühren. Das Eigelb und den Vanillezucker bzw. die Zitronenschale langsam unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben und unterheben.

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verstreichen und bei 190 Grad Celsius Umluft für circa sieben Minuten backen. Auf ein dünn mit Zucker ausgestreutes Geschirrtuch stürzen und das Backpapier mit etwas kaltem Wasser bestreichen und vorsichtig abziehen. Die Rolle mitsamt Geschirrtuch aufrollen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne mit dem Zucker und dem Sahnesteif (nach Packungsanleitung) aufschlagen, bis sie einen guten Stand hat.

Die abgekühlte Biskuitrolle auseinanderrollen und mit dem Holunderblütengelee bestreichen.

Zwei Drittel der Sahne obenauf geben und ebenfalls gleichmäßig auf dem Biskuit verstreichen. Nun die Erdbeeren auf der Sahne verteilen und den Biskuit möglichst engmaschig aufrollen.

Mit dem restlichen Drittel der Sahne die Oberseite der Rolle bestreichen.

Den Biskuit mit einer Kuchenhaube abdecken und kaltstellen.

Kurz vor dem Servieren die Rolle mit Erdbeeren und Holunderblüten verzieren.

Holunderblüten-Sirup

Zum Aromatisieren von Cocktails wie „Hugo“ oder für Sahne-, Quark- und Joghurt-Speisen oder auch zum Verschenken ist der duftige Sirup ein Muss.

Zutaten für 1 l Sirup

1 kg Zucker
Saft von 1 Zitrone
1 l Wasser
2 unbehandelte Zitronen in Scheiben
25 ungewaschene Holunderblütendolden

Zubereitung

Aus dem Zucker, dem Zitronensaft und dem Wasser einen Sirup kochen und abkühlen lassen. Die Holunderblüten verlesen und die Blüten weitestgehend von den Stielen abzupfen. Mit den Zitronenscheiben in ein verschließbares Gefäß (Ansatzglas) oder Kochtopf schichten und mit dem Sirup übergießen. Den Sirup über drei Tage an einem kühlen Ort durchziehen lassen. Durch ein feines Sieb oder Mulltuch gießen und den Sirup aufkochen lassen. Noch heiß sterile, hitzebeständige Schraub- oder Bügel-Flaschen füllen und gut verschließen.

Gut zu wissen

Zum Genießen im Verhältnis 1:7 mit Wasser oder Sekt aufgießen. Auch der Longdrink Hugo lässt sich mit dem Sirup bereiten.

 

Kulinarische Frühlingsboten

Verrückt nach Bärlauch und Rhabarber

Ab März freuen wir uns auf Bärlauch und Rhabarber! Beide Frühlingsgemüse laden nach der langen Winter- und Kohlzeit sowohl zum Kochen als auch zum Backen ein.

Bärlauch – der Knoblauch des Waldes

Wenn die ersten Blättchen des Bärlauchs Ende Februar an die Oberfläche sprießen, riecht es im Wald knoblauchartig. Der Name Bärlauch fußt auf einem alten Mythos. Bärlauch sei das erste Kraut, das der Bär nach dem Winterschlaf im Wald findet und zur Stärkung zu sich nimmt.

Und tatsächlich enthält Bärlauch neben schwefelhaltigen ätherischen Ölen und scharfen Senfölgykosiden auch jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, die das Immunsystem und den Stoffwechsel nach der Winterperiode wieder auf Touren bringen. Allem voran Vitamin C und Vitamin B6!

Roh und gekocht ein Genuss

Wer selber sammelt, sollte auf giftige Doppelgänger achten. Leicht zu verwechseln ist der Bärlauch mit Herbstzeitlosen, deren Blätter sich erst im Frühjahr zeigen, oder Maiglöckchen.

Bärlauch lässt sich in der Küche sowohl roh als Kraut zum Aromatisieren von Speisen als auch gekochtes Gemüse verwenden. Besonders zu Quark, Eiern, Kartoffeln, Nudeln oder auch als Pesto und Quiche schmeckt „Allium ursinum“ vorzüglich. Und dabei hinterlässt es keine Knoblauch-Fahne beim Genießer.

Rhabarber – Neues von der Stange

Genau wie Bärlauch ist Rhabarber wegen seines hohen Vitamin C- und Mineralstofff-Gehalts im Frühjahr willkommen.

Botanisch zählen die Stangen des Knöterichgewächses zum Gemüse, auch wenn Rhabarber hierzulande lange Zeit überwiegend für Süßspeisen verwendet wurde. Der säuerlich-fruchtige Geschmack lädt allerdings auch zum Ausprobieren neuer herzhafter Kompositionen ein. So wurde das Fruchtgemüse immer schon in asiatischen Ländern süß-säuerlichen Currys oder Chutneys beigemischt.

Ein bekanntes koreanisches Gericht, das gerne mit Rhabarber-Stückchen ergänzt wird, ist „Bibimbap“ („umgerührter Reis“) – ein Reste-Essen mit Rindfleisch oder Tofu, gebratenem Ei, Reis und Rhabarber.

Oxalsäure bestimmt den Geschmack

Besonders mit den frühen Rhabarber-Sorten, die aufgrund ihres hohen Oxalsäuregehalts eher grünlich und herbsauer sind, lassen sich gut Fleisch-Speisen, Gemüsepfannen und Co. abschmecken. Die rosaroten milden Sorten, allen voran „Holsteiner Blut“ oder „Canada Red“, die ab Mai auf dem Markt sind, eignen sich wegen ihrer tollen Farbe besonders gut für Sirup und Getränke. Roh sollte Rhabarber wegen seines Oxalsäuregehalts allerdings lieber nicht oder nur in kleinen Mengen genossen werden.

Saisongemüse bis Johannistag

Immerwährende Rhabarber-Klassiker sind der Rhabarber-Crumble, der Rhabarber-Kuchen mit Baiser-Haube und das Rhabarber-Kompott für den Vorrat. Besonders im heißen Sommer, wenn die Rhabarber-Zeit mit Johanni am 24. Juni endet, freut man sich über eine erfrischende Rhabarber-Schorle aus dem Einmachregal oder auf ein säuerliches Kompott zu Grießbrei, zu Vanille-Eis, zu Waffeln oder Pfannkuchen.

Hier sind einige Rezept-Ideen …

Bärlauch-Pesto

Zu Nudeln, zu Brot, zu Fleisch, als Suppentopping … ein vielseitiger Genuss ist die Paste aus Bärlauch, Nüssen, Olivenöl und Parmesan. Für den Saison-Vorrat ein Muss!

Zutaten für 2-3 Schraubgläser

ein großer Bund Bärlauch (frisch)

125 g Walnusskerne, alternativ Pinien-, oder Sonnenblumenkerne

125 g geriebener Hartkäse, 1 Knoblauchzehe

250 ml Olivenöl, Pfeffer, Salz, Zucker

 

Zubereitung

Die Walnusskerne mit heißem Wasser überbrühen und nach rund 10 Minuten die Schalen mit den Fingern abstreifen. Die trockengetupften Walnusskerne in einer Pfanne goldgelb rösten. In einem Mörser zerstoßen. Hartkäse reiben, Bärlauch und Knoblauchzehe fein hacken. Die Zutaten ohne den Käse in einen hohen Becher geben, Öl zugeben und nach Belieben noch einmal pürieren. Käse zum Schluss unterheben, mit den Gewürzen abschmecken und in Gläser füllen. Das Pesto hält im Kühlschrank 2-3 Wochen frisch.

Mit Steinofenbrot und Radieschen servieren.

Bärlauch-Quiche mit Quark 

Diese Quiche ist im Handumdrehen gemacht, da man keinen Boden bereiten muss und sie einfach durch etwas Grieß stabil wird.

Zutaten für 1 Tarteform (26 cm)

1 kleiner Bund Bärlauch

250 g Quark, 6 Eier

5 EL Grieß

Salz, Pfeffer, Muskat

1 Zwiebel oder ½ Stange Lauch

60 g getrocknete Tomaten

200 g Feta

Fett und Grieß für die Backform

Zubereitung

Bärlauch waschen, trockenschütteln und klein schneiden.

Quark, Eier und Grieß zusammenrühren, mit den Gewürzen abschmecken. Den klein geschnittenen Bärlauch unterheben.

Die getrockneten Tomaten kurz mit heißem Wasser überbrühen und etwas ziehen lassen. Wenn sie weich sind, ebenfalls gut abtropfen lassen und in Stücke schneiden. Den Feta in Stücke brechen. Beides unter den Quicheteig heben.

Den Teig in eine gefettete und mit Grieß ausgestreute Tarteform füllen und bei 160 Grad Umluft rund 30 Minuten backen lassen.

Tipp

Falls kein Feta im Hause ist, kann man auch etwas geriebenem Edamer oder Parmesan zum Würzen der Quiche verwenden.

Rhabarber-Chutney mit Schalotten

Für dieses Chutney trifft das säuerliche Gemüse der grünen Stangen auf feine Schalotten. Mit einem Apfel abgerundet, wird der Gemüseaufstrich zum Highlight für Grill-Steak oder Käseplatte.

Zutaten für 5 Gläser à 220 ml

600 g grüner Rhabarber

200 g Schalotten (ca. 8 Stück)

1 mittelgroßer Apfel

250 ml Apfelsaft, 100 ml milder Balsamessig, 200 g Zucker

Salz, Pfeffer, 6 zerstoßene Pimentkörner, 1 Lorbeerblatt, 1 Prise Zimt

Zubereitung

Den Rhabarber putzen, die harten Fasern abziehen und auf etwa einen Zentimeter große Stücke schneiden. Die Schalotten schälen und fein hacken. Den Apfel ebenfalls schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Alle Zutaten in einen großen Topf geben und unter Rühren circa 40 Minuten einköcheln lassen. Nach Bedarf zwischendurch noch etwas Wasser oder weiteren Apfelsaft angießen, damit das Chutney nicht anbrennt. Sobald das Chutney nach der Kochzeit die gewünschte Konsistenz hat, kann es heiß in Gläser abgefüllt und fest verschlossen werden. Das Lorbeerblatt zuvor entfernen.

Tipp

Besonders lecker: Probiert das Chutney auch mal mittags zu Bratwurst mit Kartoffelstampf.

Rhabarbertarte mit Pinien-Baiserhaube

Rhabarber trifft auf Baiser und geröstete Pinienkerne – ein Träumchen!

Zutaten für eine Tarteform (30 x 20 cm oder 26 cm Durchmesser) mit Hebe-Boden

Für den Mürbeteig

250 g Weizen- oder Dinkelmehl

125 g Butter, 65 g Zucker

1 Eigelb Größe M

Fett für die Backform

Für die Rhabarberauflage

750 g Rhabarber

1 Puddingpulver Sahne-Geschmack

Saft und Abrieb von einer Bio-Zitrone

Zucker nach Geschmack

1 Eigelb Größe M

Zutaten für den Baiser

2 Eiweiß Größe M, 1 Prise Salz

90 g Zucker, 1 gestrichener TL Speisestärke

30 g leicht geröstete und gehackte Pinienkerne

Zubereitung

Die Zutaten für den Mürbeteig verkneten und kurz ruhen lassen, ausrollen und in die gefettete Tarteform einpassen.

Für die Rhabarberauflage den Rhabarber putzen und in langen Stücken, die der Länge nach in die Tarteform passen, belassen. Die Stangen mit 300 ml Wasser, dem Saft und Abrieb einer Zitrone sowie ausreichend Zucker in einer großen Pfanne dünsten und über Nacht durchziehen lassen.

Den Sirup am kommenden Tag auffangen und die Stangen abtropfen lassen.

Die Rhabarberstangen gleichmäßig auf den Teigboden in der Tarteform geben.

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Aus dem Sirup plus ggf. etwas weiterem Wasser und Zucker (400 ml) und dem Puddingpulver eine puddingartige Masse kochen. Diese abermals mit Zucker abschmecken, das Eigelb unterrühren und noch heiß über die Rhabarberstangen geben.

Die Tarte bei der angegebenen Temperatur für circa 40 Minuten backen und abkühlen lassen. Die Tarte aus der Form heben, aber den Boden der Form unter der Tarte belassen.

Für den Baiser das Eiweiß mit dem Zucker, einer Prise Salz und der Speisestärke aufschlagen, bis sich eine cremige Masse bildet.

Diese auf der Tarte gleichmäßig auftragen, die gerösteten und gehackten Pinienkerne aufstreuen.

Die Tarte mit dem Baiser unter dem Oberhitzegrill des Backofens bei 220 Grad für wenige Minuten überbacken. Die Tarte dabei im Auge behalten. Der Baiser sollte nur leicht bräunen.

Die Tarte sollte möglichst am Backtag verzehrt werden, da sie schnell Saft zieht.

Tipp

Wer keinen Baiser mag, kann auch 300 ml gezuckerte Sahne steif schlagen und auf der Tarte auftragen. Mit Pinienkernen dekorieren.

Behind the scenes … 

Und so sieht es aus, wenn der Oberhitzegrill die gehackten Pinienkerne nochmals zum Rösten bringt.

Herzliches aus der Küche

Zum Valentinstag: Kreationen mit Herz

Die Himbeere mit ihrer tiefroten Farbe und ihrer herzförmigen Gestalt ist ein Symbol für Liebe und Leidenschaft. Jetzt im Winter lassen sich aus Tiefkühlhimbeeren und getrockneten Himbeeren leckere „Kreationen mit Herz“ für den Tag der Liebenden zaubern. Zum Valentinstag habe ich mich inspiririeren lassen …

Vanille-Rührkuchen mit Himbeer-Swirl

Vanille und Himbeeren sind ein Aromen-Dreamteam. Ein selbstgebackener Kuchen zum Kaffee ist am Valentinstag eine kleine kulinarische Liebeserklärung.

Zutaten für 1 Kastenform

250 g Zucker

2 Päckchen Vanillezucker

250 g Butter, weich

4 Eier Größe M

400 g Mehl

1 Backpulver

300 g Tiefkühl-Himbeeren (aufgetaut und gut abgetropft)

etwas Milch

Für die Backform

Fett und Grieß

Für die Dekoration

Puderzucker

Zubereitung

Zucker, Vanillezucker, Butter und Eier schaumig schlagen und das Mehl mit dem Backpulver sukzessive unterrühren. Nach Bedarf etwas Milch zugeben.

Der Teig muss zäh vom Löffel fallen.

Die Backform fetten und mit Grieß ausstreuen. Die Hälfte des Teigs in die Form füllen und nun den größten Teil der Himbeeren zugeben. Die Himbeeren etwas andrücken und den Rest des Teigs sowie die restlichen Himbeeren darübergeben.

Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad Celsius Umluft für mindestens eine Stunde backen. Die Stäbchenprobe machen. Sollte der Teig partiell noch zu feucht sein, den Kuchen noch etwas weiter garen und in der Nachwärme trocknen lassen.

Den Kuchen erst nach dem vollständigen Auskühlen aus der Form  nehmen.

Tipp: Mit Puderzucker überstreuen und nach Geschmack mit Sahne oder Vanille-Eis servieren.

Hier seht Ihr einen Making-of-Clip aus meiner Fotoküche …

Himbeer-Küsschen

Die kleinen Baisers (frz. Küsschen) eignen sich ideal zum Verschenken. Mit Pulver aus getrockenten Himbeeren verleihen sie dem Gebäck eine schöne rosa Farbe.

Zutaten für circa 60 Mini-Baisers

2 Eiweiß

160 g feinster Zucker

2 EL Fruchtpulver Himbeer oder glattgerührtes Himbeergelee

1 Prise Salz oder einen Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen, dabei langsam den Zucker einrieseln lassen, bis die Masse cremig-glänzend ist und sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Nun das Fruchtpulver oder Gelee zugeben und mit einem Löffel unterheben.

Die Baiser-Masse in einen Spritzbeutel mit breiter Tülle füllen und in Abständen kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Im vorgeheizten Backofen bei 100 Grad Celsius Umluft eine gute Stunde backen lassen. Die Temperatur auf 80 Grad Celsius Umluft drosseln und die Baisers eine weitere Stunde trocknen und anschließend im Ofen auskühlen lassen.

Himbeermichel

Heiße Himbeere trifft hier auf Vanillesauce. In der kalten Jahreszeit schmeckt der süße Auflauf frisch aus dem Ofen besonders gut.

Zutaten für eine Auflaufform

½ Baguette oder 2-3 Brötchen vom Vortag

300 ml warme Milch

2 Eigelb

50 g flüssige Butter

50 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

etwas Zitronenabrieb

2 TL Backpulver

2 Eiweiß

1 Prise Salz

300 g Himbeeren (aufgetaut und abgetropft)

1 Handvoll Mandelblättchen

Für die Vanillesauce

1 l Milch

1 Päckchen Puddingpulver Vanillegeschmack

3-4 EL Zucker

Zubereitung

Das Brot in kleine Stücke schneiden und mit der warmen Milch, der flüssigen Butter, dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Zitronenabrieb, dem Backpulver und dem Eigelb vermengen. Etwas ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Eiweiß mit der Prise Salz steifschlagen und unterheben. Die Masse in eine gefettete Auflaufform geben und die Himbeeren obenauf geben, etwas andrücken und mit den Mandelblättchen bestreuen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Celsius für circa 30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit das Puddingpulver mit etwas Milch anrühren und die restliche Milch zum Kochen bringen. Zucker und flüssiges Puddingpulver einrühren, kurz aufkochen und anziehen lassen. Vom Herd nehmen und die Vanillesauce zusammen mit dem Auflauf servieren.

 

Kalter Monat im Kräuterbeet

28. Januar … der Rosmarin im alten Obsthof, wo die Fotoküche zu Hause ist, blüht … eine kleine Rückschau auf den kalten Monat im Kräuterbeet.

Rosmarinblüte inspiriert

29. Januar … die Blüte nimmt an Fahrt auf … die permanente Kälte im Januar hat die Blüten, die sich für gewöhnlich ab März zeigen bereits nun aktiviert. Mit den Blüten lassen sich herrlich Teller dekorieren oder auch im Kräutersalz machen sich die kleinen lila Farbtupfer gut.

Winterplaces

Das Eichebäumchen in Wachtberg-Adendorf mit Blick auf Eckendorf in Rheinland-Pfalz … Kindheitserinnerungen an Opas Apfelernte kommen hoch … und … siehe da … hier und da „hängt noch einer“.

Das inspiriert zu einer Rheinischen Apfelriemchen-Tarte wie bei Oma … die kann man natürlich im Veganuary auch vegan backen. Hier geht’s zum Rezept … und hier zum Youtube-Beitrag … 

Happy Veganuary

Küchenklassiker vegan interpretiert

Zu Beginn des neuen Jahres möchten viele Genießer den Körper regenerieren lassen und auf Fleisch, Zucker, Fett und Alkohol verzichten.  Der „Veganuary“, eine Initiative, die 2014 in Großbritannien gestartet ist, eignet sich dafür optimal. Denn sie lädt jedes Jahr im Monat Januar dazu ein, tierische Produkte zu meiden und eine vegane Ernährung auszuprobieren.

Vegan genießen mit alten Rezepten 

Dass „vegane Ernährung“ kein Genuss-Verzicht bedeuten muss, beweisen viele leckere Rezepte, die im Aktionszeitraum in den sozialen Netzwerken gepostet werden. „Die Fotoküche“ hat in diesem Jahr Rezepte aus ihrer Küchenklassiker-Kochbuchreihe aus dem Wartberg Verlag zusammengestellt und – wenn nicht von Hause aus rein pflanzlich – auf eine vegane Rezeptur umgestellt.

Saisonal und regional kochen

In früheren Zeiten war es mangels Importware immer üblich, saisonal und regional zu kochen, sich also klimafreundlich zu verhalten. Auch Fleisch war nicht im Überfluss vorhanden und man schätzte Hülsenfrüchte als Eiweißlieferanten. Vegane Ersatzprodukte aus dem Industrielabor gab es nicht. Auch Kohl und Wurzelgemüse waren im Wintervorrat.

In alten Rezepten findet man daher zahlreiche Anregungen fürs saisonale und regionale Kochen. Wenn man Schinkenspeck oder Fleischabschnitte weglässt und raffiniert durch Kräuter, Gewürze, getrocknete Tomaten oder andere kreative Zutaten ergänzt, dann erhält man im Handumdrehen tolle Veganuary-Klassiker.

Viele, die den „Veganuary“ einmal ausprobiert haben, stellen fest – dass vegane Rezepte durchaus alltagstauglich sind und ein jeder ist natürlich frei – die Rezepte in seiner Küche so abzuwandeln, wie sie ihm oder ihr am besten schmecken.

Hier sind die Veganuary-Küchenklassiker:

Linseneintopf mit geröstetem Gemüse und getrockneten Tomaten

Ein Winterklassiker schlechthin ist der Linseneintopf. Statt mit Speck und Mettwurst gibt es diesen im Veganuary mit geröstetem Gemüse und getrockneten Tomaten. Eine zeitgemäße Hommage an Omas Küche!

Zutaten für 4 Personen

250 g Linsen

1 Bund Suppengrün (ein Stück Sellerieknolle, ½ Lauchstange, 1 Möhre, etwas Petersilie)

1 rote Paprika

1 Zwiebel

500 g mehlig kochende Kartoffeln

50 g getrocknete Tomaten

2-3 TL Tomatenmark

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebel schälen, würfeln und mit dem gewürfelten Suppengemüse und der gewürfelten Paprika in wenig Öl anrösten. Mit Wasser auffüllen. Die Kartoffeln schälen, würfeln und mit den Linsen und den getrockneten Tomatenstücken zugeben. Mit Wasser aufgießen, sodass die Gemüse komplett bedeckt sind, und die Suppe zum Kochen bringen. Salz und Lorbeerblätter zugeben. Die Suppe dann eine gute dreiviertel Stunde köcheln lassen. Zum Schluss mit Tomatenmark, Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp

Die Suppe eignet sich auch zum Portionieren und Einfrieren.

Original-Rezepte für Linseneintopf oder -suppe findet Ihr übrigens in folgenden Küchenklassiker-Bänden:

Bergisches Land (1. Band), Münsterland, OWL, Saarland, Rheingau, Nordhessen

Original-Rezepte für Linsensalat gibt es hier:

Bergisches Land (1. Band), Niederrhein

Apfel-Sauerkraut-Salat oder -Gemüse

Ob roh oder gekocht – Sauerkraut ist ein Wintergericht par excellence. Weißkohl gehörte schon immer in der kalten Jahreszeit zu den Vitamin C-Lieferanten Nummer eins. Ob kurz blanchiert als Salat, gegart als Gemüse oder eingelegt als Sauerkraut – der Weißkohl ist in der Regional-Küche vielseitig gefragt und hat eine lange Tradition. Früher hobelte man den Kohl auf einem Kappesbrett und schichtete ihn mit Salz in große Steintöpfe, wo er über Wochen zu schmackhaftem Sauerkraut-Vorrat vergor. Das ist die Basis für fruchtigen Sauerkraut-Salat oder auch Gemüse.

Zutaten für 4 Personen

400 g Sauerkraut

2 süß-säuerliche Äpfel (z.B. Elstar, Cox Orange oder Berlepsch)

2 kleine Zwiebeln

Für die Salatsauce:

8 EL Apfelessig

8 EL Sonnenblumenöl

2-4 TL Zucker (je nach Säure des Krauts)

Salz, Pfeffer

Für das Gemüse

1 EL Öl

nach Geschmack 1 Lorbeerblatt

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Das Sauerkraut je nach Säure etwas wässern und abtropfen lassen.

Die Zwiebeln fein hacken, die Äpfel nach Geschmack schälen, in kleine Würfel schneiden oder reiben.

Für den Salat die Zutaten mit dem Sauerkraut mischen. Aus den übrigen Zutaten eine Vinaigrette rühren und über den Salat geben. Diesen gut durchziehen lassen und als Rohkost zu einer Brotzeit servieren.

Für das Gemüse die Zwiebeln in dem Öl andünsten, Sauerkraut und Äpfel zugeben und alles köcheln lassen. Nach Geschmack ein Lorbeerblatt zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp

Den Salat mit Roggenbrot und das Gemüse mit Kartoffelstampf servieren.

Das Rezept für den Sauerkraut-Salat stammt aus dem Küchenklassiker OWL. Hier findet sich übrigens auch ein Weißkohl-Gemüse mit Apfel und Kümmel. Einen Weißkohl-Salat mit Birne gibt es beispielsweise im zweiten Band der Bergischen Küchenklassiker zu entdecken. Im Küchenklassiker Eifel gibt es ein Sauerkraut-Gemüse mit weißen Bohnen und einen Sauerkraut-Eintopf.

Gelber Erbseneintopf mit Kürbis 

Gelbe Erbsen zählen neben Linsen und weißen Bohnen zum Repertoire des klassischen Wintervorrats. Als Eintopf mit Speck kennt man die gelbe Erbsensuppe von früher. Heute kocht man sie auch gerne vegetarisch. Saisonal motiviert, passt das orangefarbene Kürbisfleisch optimal zur gelben Erbse. Schälerbsen oder geschälte Erben müssen nicht eingeweicht werden. Sie sind äußerst bekömmlich und eignen sich auch hervorragend für Erbsenpürees.

Zutaten für 4 Personen

250 g gelbe Schälerbsen

250 – 500 g Kürbisfleisch (vorzugsweise Butternut oder Hokkaido)

nach Belieben auch einen Teil Kürbisfleisch durch 2 gelbe Möhren ersetzen

1 Bund Suppengrün (ein Stück Sellerieknolle, ½ Lauchstange, 1 Möhre, etwas Petersilie)

1 große Zwiebel

1,5 l leicht gesalzenes Wasser

Salz, Pfeffer, Zucker, Essig

2 Zweige frischer Thymian

Öl

Zubereitung

Die Erbsen waschen und beiseite stellen. Die Gemüse waschen, putzen und schälen. In kleine Würfel oder Scheiben schneiden.

Die Gemüse in etwas Öl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Mit dem gesalzenem Wasser auffüllen, die Erbsen und den Thymian zugeben und gut 45 Minuten köcheln lassen.

Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken.

Tipp

Der Eintopf lässt sich gut auf Vorrat kochen und portionsweise einfrieren.

Das Rezept stammt aus dem zweiten Band der Bergischen Küchenklassiker mit dem Untertitel „Pastinake, Steckrübe und Sternrenette“. Rezepte für Erbsenpüree (Erbsbrei) findet Ihr in den Küchenklassiker-Bänden Nordhessen und Rheingau.

Veganer Kartoffelkuchen mit Lauch

In vielen Regionen schätzt man in der kalten Jahreszeit im Ofen gebackene Kartoffelkuchen. Der herzhafte Kuchen lässt sich auch ohne Schmalz, Eier und Speck genießen. Im Schwälmer Kulturraum (in Nordhessen) kennt man seit eh und je den Kartoffelkuchen mit Lauch. Ohne Butter und Schmalz ist er Basis für dieses vegane Rezept.

Das Original-Rezept findet Ihr im Küchenklassiker Nordhessen.

Zutaten für 4 Personen

1,5 kg Kartoffeln

1 Stange Lauch

Salz, Pfeffer und Muskat

Öl für die Backform

Für die Dekoration

Lauchzwiebel-Ringe

Zubereitung

Kartoffeln schälen und reiben. Den Lauch putzen und zunächst längs aufschneiden dann halbieren und in schmale Streifen schneiden. Mit den geriebenen Kartoffeln vermengen und würzen. In eine ausgefettete Auflauf- oder Kastenform geben, etwa 3 cm hoch einfüllen und glatt verstreichen. Dann bei 180 Grad Celsius Ober-/Unterhitze rund eine Stunde lang backen. Den Kartoffelkuchen abstechen und warm servieren. Mit Lauchzwiebel-Ringen überstreuen.

Tipp

In kleinen Auflaufförmchen als Portion gebacken, lässt sich der Kartoffelkuchen gut vorbereiten und nochmals aufwärmen. Als Beilage zu einem gemischten Salat oder einer Gemüsepfanne reichen.

Hier geht’s zur Autorenseite der Küchenklassiker im Wartberg Verlag.

 

 

Weihnachtsbrownies

EIN FEST FÜR SCHOKOHOLIKER

Zutaten für 12 Stücke – ein kleines Blech (20 x 30 cm)

250 g Zartbitter-Schokolade oder Kuvertüre

200 g Butter

125 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

½ TL Spekulatiusgewürz

3 Eier

75 g Mehl

50 g Backkakao

1 gestrichener TL Backpulver

Für die Dekoration

100 g Zartbitter-Kuvertüre

100 g Marzipanrohmasse

Zuckerperlen und -sterne

Außerdem

Backpapier für das Blech

Plätzchenausstecher mit Sternemotiv

Zubereitung

Die Schokolade im Wasserbad langsam schmelzen. Butter, Zucker, Vanillezucker, Spekulatiusgewürz und Eier mit dem Handmixer schaumig aufschlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Die geschmolzene Schokolade unterheben. Das Mehl und den Backkakao sieben und unterrühren. Den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Form streichen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Celius Ober-Unterhitze für knappe 30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Marzipanrohmasse ausrollen und 12 Sterne ausstechen.

Die Zartbitter-Kuvertüre für die Dekoration schmelzen und auf dem etwas abgekühlten Kuchen verstreichen.

Nun die Sterne gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen, sodass jedes Brownie-Stück einen Stern bekommt. Mit den Zuckerperlen und -sternen weitere Hingucker aufstreuen.

Hier seht Ihr ein kleines Making-of:

 

 

Genüsslicher Advent

Knapp vier Wochen noch bis Weihnachten … dieser Gedanke versetzt so manchen Mitmenschen in Stress, bei anderen wiederum ist die Vorfreude ungetrübt. Das gemeinsame Backen, Klönen und Vorbereiten steht an den Adventssonntagen im Fokus. Welche Rezepte die gemeinsamen Stunden versüßen, erfahrt Ihr hier.

Roter Früchtepunsch mit GewürzenDieser alkoholfreie Punsch punktet nicht nur mit sinnlichen Gewürzen, die von innen wärmen, sondern auch mit Vitamin C. Und davon brauchen wir jede Menge in der kalten Jahreszeit!

Zutaten

1 Bio-Orange

1 Vanilleschote

2 Zimtstangen

10 Nelken

3 Sternanis

3 Beutel Waldfrucht- oder Apfeltee

30 g brauner Zucker

600 ml Wasser

150 ml Sauerkirschsaft (gesüßt)

300 ml Holundersaft (gesüßt)

Zubereitung

Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Beutel Früchtetee darin für 10 Minuten ziehen lassen. Die Orange heiß abwaschen und dünn schälen. Die Schale zum Tee geben und mit dem Tee  mit dem brauen Zucker ziehen lassen. Die restliche Orange auspressen. Die Teebeutel entfernen und die Gewürze und die Säfte zum Tee geben. Den Punsch für eine gute halbe Stunde ziehen lassen und dann die Gewürze entfernen, den Punsch nach Geschmack nachsüßen und heiß in Teegläsern servieren.

Tipp

Wer gerne Alkohol trinkt und auf der Suche nach einem neuen Punsch-Rezept ist, kann den Holundersaft auch durch Rotwein ersetzen.

Baumhänger aus Lebkuchenteig

Selbstgemachter Baumschmuck ist ein Hingucker, der zum Naschen einlädt. Auch als Wichtel-Geschenk sind zum Beispiel Herzen aus Lebkuchen eine hübsche Idee!

Zutaten für 30-40 Stück

250 g Honig

125 g Zucker

375 g Mehl

100 g gehackte oder geriebene Mandeln

1 Prise Salz

etwas abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

je 1 Msp. weißer Pfeffer

je 1 gestrichener TL Nelken- und Ingwerpulver

2 Eier Größe M

je 1 gestrichener TL Hirschhornsalz und Pottasche

3 EL Rosenwasser

Zum Bestreichen des Gebäcks

2 Eigelb

2 EL Wasser

Mehl für die Arbeitsfläche

Eiweiß-Zuckerguss für die Verzierung

2 Eiweiß

100 g Puderzucker

2 EL Zitronensaft oder

konzentrierter Fruchtsaft (z.B. von Holunder oder Schlehen)

zum Einfärben des Zuckergusses

außerdem

Gebäckperlen nach Geschmack

Backpapier für das Blech

Küchen- oder Wurstgarn für die Hänger

Zubereitung

Für den Teig Honig und Zucker erhitzen, aber nicht kochen. Hirschhornsalz und Pottasche in Rosenwasser auflösen. Zusammen mit den übrigen Zutaten zu der Honig-Zucker-Masse geben und gut durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen auf einem flachen Teller mit Handtuch bedeckt über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche circa 3 mm dick ausrollen und kleine Männlein oder andere Figuren und Formen ausstechen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Lebkuchen mit ausreichend Abstand darauf platzieren. Die Oberfläche des Gebäcks mit der Eigelb-Wasser-Glasur bestreichen und backen. In die abgekühlten Figuren, sofern sie nicht per se ein ausgestochenes Loch aufweisen, kleine Löcher mit einer Nadel einstechen und ein Stück Küchen- oder Wurstgarn durchziehen und an den Enden zusammenknoten.

Wer Lust auf Verzierungen hat, der kann das abgekühlte Gebäck nach Herzenslust mit Zuckerguss und Gebäckperlen schmücken.

Für den Zuckerguss das Eiweiß zunächst steif schlagen, dann nach und nach den Zucker unter Rühren einrieseln lassen. Zum Schluss den Zitronensaft einträufeln lassen. Die Masse ist fertig, wenn sie dick ist und schön glänzt. Für die Gesichter den Zuckerguss in eine Spritztülle mit sehr feiner Öffnung geben und auf die Figuren spritzen oder mit einem Schaschlik-Spieß oder Zahnstocher auftragen. Für die anderen Plätzchen kann der Zuckerguss auch großflächig aufgetragen und mit Gebäckperlen verziert werden.

Linzer Schnitten

Als ganzer Kuchen oder als kleine Plätzchenriegel ein voller Genuss!

Zutaten für ein kleines Backblech, ca. 30 x 40 cm

275 g weiche Butter
225 g Puderzucker
2 Eier Größe M
2 TL Zimt, etwas Zitronenabrieb
275 g gemahlene Mandeln oder andere Nüsse
375 g Mehl
225 g Himbeer- oder Johannisbeergelee
etwas Puderzucker zum Bestäuben des Gebäcks

Zubereitung

Butter, Zucker und Eier schaumig aufschlagen, dann die Gewürze zugeben und mit den Mandeln und dem Mehl unterkneten. Den Teig an einem kühlen Ort etwas ruhen lassen. Zum Verarbeiten sollte der Teig gut gekühlt sein, da er sonst zu weich ist.

Den Teig bemehlen, nochmals etwas aufarbeiten und etwa in der Mitte teilen. Die etwas größere Hälfte des Teigs rund 3-5 mm dick ausrollen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit dem Gelee betreichen.

Nun die andere Hälfte des Teigs gut 2-3 mm dick ausrollen und verschieden große Sterne ausstechen und auf dem Gelee verteilen. Oder das klassische Gitter-Muster aufbringen. Hierfür lange Schlangen von 1 cm Breite aus dem ausgerollten Teig schneiden und den mit Gelee bestrichenen Teig damit belegen. Die Linzer Schnitten bei 175 Grad Ober-Unterhitze im vorgeheizten Backofen gut 30 Minuten backen lassen.

Nach dem Auskühlen mit etwas Puderzucker bestäuben. Dabei nur die Inseln mit den Sternen bestäuben, sodass die Geleeschicht noch sichtbar bleibt.

Zum Verschenken oder als Plätzchenriegel für den Nikolausteller in Vierecke (4 x 4 cm oder kleiner) schneiden und genießen. Am besten schmecken die Schnitten, wenn Sie etwas abgelagert sind.

Feine Zimtwäffelchen nach Omas Rezept

Zimtwäffelchen sind ein schönes Mitbringsel für den Adventskaffee. Eine Tasse Weihnachtstee passt perfekt zu den würzig-knusprigen Keksen.

Zutaten für circa 100 Stück

100 g Butter

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eier

1,5 TL Zimt

150 g Mehl

Öl für das Waffeleisen

Zubereitung

Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Fixquirl schaumig aufschlagen. Die Eier einzeln zugeben und verquirlen. Das Mehl löffelweise unterarbeiten.

Den Teig mindestens eine halbe Stunde kühl stellen und ruhen lassen.

Das Zimtwaffeleisen (s. oben im Beitragsbild) vorheizen und fetten. Mithilfe von zwei Teelöffeln kleine Teigkugeln abstechen und in die Mitte der jeweiligen Keksmulde geben. Die Kekse goldbraun backen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Wenn die Kekse zusammengebacken sind, diese auseinanderbrechen und in einer Keksdose aufbewahren.

Backen zum Martinstag

Von Weckmann bis Arme Ritter

Am 11. November ist „Sankt Martin“ – ein Lichterbrauch, der auf den Heiligen Martin von Tours zurückgeht und mit allerlei traditionellen Köstlichkeiten einhergeht. Besonders der Martinswecken, der nach dem Laternenumzug an Kindergarten- und Grundschulkinder ausgegeben wird, ist vielen in besonderer Erinnerung.

Weckmann, Martinsbrezel, Martinsgans und Kesselskuchen

Auch der Weckmann oder Stutenkerl, ein Gebildebrot in Form eines Männchens mit Pfeife, die Martinsbrezel oder die Martinsgans sind symbolisch und kulinarisch mit dem Martinstag verbunden. In früheren Zeiten wurde in ärmeren Haushalten statt Gänsebraten auch oft ein Kessels- oder Pottkuchen aus Kartoffeln und Mettwurst zum Martinstag gereicht.

Arme Ritter

Reste des Kartoffelkuchens backte man nochmals in der Pfanne aus, ebenso alt gewordenes Stutenbrot, zum Beispiel das vom Weckmann, verwertete man als „Arme Ritter“. Hierfür werden die Brotscheiben in ein mit etwas Milch verschlagenes Ei getaucht und in Fett in der Pfanne knusprig ausgebacken. Mit Zimt und Zucker sowie etwas Apfelmus serviert, war das ein Genuss.

Egal für welche Köstlichkeit man sich am Martinstag entscheidet, der Brauch des Miteinander-Teilens nach dem Vorbild Martins steht dabei im Vordergrund. Vielleicht habt Ihr Lust, Zimtschnecken (Rezept siehe unten) zu backen und diese am Martinstag nach dem Umzug mit Familie und Freunden zu genießen? Ein heißer Punsch oder Kakao passt dazu. Das Rezept für ein Martinsbrot mit Äpfeln findet Ihr hier.

Zimtschnecken

Zutaten für 14-16 Schnecken

550 g Mehl

50 g Zucker

20 g Hefe

150 ml Milch

60 g Butter

1 Ei

1 TL Kardamom

½ TL Salz

Für die Füllung

50 g weiche Butter

2 EL Zucker

1 EL Zimt

Zum Bestreichen und Bestreuen

1 Ei mit 1 EL Wasser

Hagelzucker

Außerdem

Mehl für die Arbeitsplatte

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde bilden. Die Hefe hineinbröseln und mit dem Zucker und etwas lauwarmem Wasser sowie einem Teil des Mehls einen Vorteig anrühren. Diesen etwas gehen lassen, bis er kleine Blasen bildet.

In der Zwischenzeit die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen lassen. Die Butter mit der Milch, dem Ei, dem Salz und dem Kardamom in die Schüssel mit dem Vorteig geben und alles gut verkneten. Den Teigballen noch ein weiteres Mal ruhen lassen.

Nach einer guten halben Stunde an einem warmen Ort sollte er sich nahezu verdoppelt haben. Nun den Teig abermals mit etwas Mehl durchwirken, sodass er nicht mehr klebrig, sondern elastisch ist. Mit einem Nudelholz auf ein circa 30 x 22 großes Rechteck ausrollen. Die Fläche mit der weichen Butter bestreichen. Den Zimt mit dem Zucker mischen und aufstreuen. Nun das Rechteck von der langen Seite her engmaschig aufrollen und mit einem Messer circa zwei bis drei Zentimeter breite Scheiben davon abschneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder eng aneinander in eine Auflauf- oder Kuchenform legen. Die Teilchen mit dem Ei-Wasser-Gemisch bestreichen und etwas Hagelzucker aufstreuen.

Die einzelnen Schnecken bei 200 Grad Celsius im vorgeheizten Ofen circa 20-25 Minuten backen lassen. Die als Brötchensonne ausgebackenen Schnecken brauchen etwas länger.