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Ostern genießen mit den Nordhessischen Küchenklassikern

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Diebchen, Ahle Worscht und Weggewerk

Es ist soweit. Mit den „Nordhessischen Küchenklassikern“ ist nun der fünfte Reihen-Rezeptband im Wartberg Verlag erschienen. Er bietet für die Ostertage allerlei Anregungen für Eier- und Festtagsgerichte. Wer kennt nicht die „Griene Soße“ mit hartgekochten Eiern, die man zu Pellkartoffeln oder Fleisch bereitet? Auch der Salzekuchen, ein Kartoffelkuchen aus dem Vogelsberger Raum, oder der klassische Zwiebelkuchen („Zäwwelguren“) lassen sich für die Feiertage gut vorbereiten. Die herzhaften Kuchen sind einer Quiche ähnlich und man bestreicht sie mit einer Eier-Schmand-Masse.

Von Abbel-Leiwerchen bis Zäwwelguren

Zum Dessert oder für den Nachmittagskaffee reicht man in Nordhessen gerne Abbel-Leiwerchen. Die in Bier- oder in Hefeteig ausgebackenen Apfelscheiben kommen mit Weinschaumsoße besonders zur Geltung. Typisch für die Region und eine tolle Alternative für Hackfleischliebhaber zum „Falschen Hasen“ ist das „Krautshäuptchen“, ein Hackfleisch-Weißkohl-Pudding, der wie früher im Wasserbad gegart und dann mit einer Bechamel-Soße gereicht wird.

13 x 18 cm (2)

Krautshäubchen (Krautkopf)

Zutaten für eine Pudding- oder Gugehupfform

500 g Hackfleisch (vorzugsweise vom Schwein)
1 dicke Zwiebel
2 altbackene Brötchen (eingeweicht)
ein halber Weißkohl ohne Strünke und auf Stücken/Streifen blanchiert
Butter
Salz, Pfeffer, Muskat und Senf zum Abschmecken
Grieß zum Ausstreuen der Form

Zubereitung

Die eingeweichten Brötchen ausdrücken und mit dem Hackfleisch und der feingehackten Zwiebel vermengen. Die Masse mit den Gewürzen abschmecken. Die Pudding- oder Gugelhupfform ausfetten und mit Grieß ausstreuen, dann die blanchierten Weißkohlstreifen abwechselnd mit der Hackmasse fest in die Form drücken. Man beginnt und schließt mit Weißkohl. Dann die Butterflöckchen obenauf setzen. Bei der Puddingform gibt’s einen Deckel, bei der Gugelhupfform kann man etwas Alufolie oben drauf machen. Dann das Ganze im Wasserbad (Form sollte halb bis zwei Drittel im Wasser stehen) ankochen und gut eine Stunde leicht köcheln lassen. Pudding noch was im Wasserbad nachziehen lassen und kurz vor dem Servieren auf eine Platte stürzen.

Gut zu wissen

Wer keine Puddingform mit Deckel für das Wasserbad hat, kann den Krautkopf auch im Backofen – ebenso eine halbe Stunde bei bei 160 Grad Umluft.

Tipp

Dazu passen Salzkartoffeln und eine Bechamel-Sauce. Für die Sauce aus 1 Stich Butter, 1-2 EL Mehl und einem halben Liter Milch eine Mehlschwitze bereiten. Etwas Schmand unterheben und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zucker abschmecken.

Der neue Küchenklassiker ist im Wartberg Verlag erhältlich. Hier geht es zur Ankündigung und zum Bestellformular.

Veröffentlicht von

redis

Ich schreibe und fotografiere zu genussvollen Themen. Von der Foto-Reportage über Rezept-Strecken bis hin zum Kochbuch. Als Food-Journalistin setze ich Kulinarisches in Szene - in Wort und Bild.