Genüsslicher Advent

Knapp vier Wochen noch bis Weihnachten … dieser Gedanke versetzt so manchen Mitmenschen in Stress, bei anderen wiederum ist die Vorfreude ungetrübt. Das gemeinsame Backen, Klönen und Vorbereiten steht an den Adventssonntagen im Fokus. Welche Rezepte die gemeinsamen Stunden versüßen, erfahrt Ihr hier.

Roter Früchtepunsch mit GewürzenDieser alkoholfreie Punsch punktet nicht nur mit sinnlichen Gewürzen, die von innen wärmen, sondern auch mit Vitamin C. Und davon brauchen wir jede Menge in der kalten Jahreszeit!

Zutaten

1 Bio-Orange

1 Vanilleschote

2 Zimtstangen

10 Nelken

3 Sternanis

3 Beutel Waldfrucht- oder Apfeltee

30 g brauner Zucker

600 ml Wasser

150 ml Sauerkirschsaft (gesüßt)

300 ml Holundersaft (gesüßt)

Zubereitung

Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Beutel Früchtetee darin für 10 Minuten ziehen lassen. Die Orange heiß abwaschen und dünn schälen. Die Schale zum Tee geben und mit dem Tee  mit dem brauen Zucker ziehen lassen. Die restliche Orange auspressen. Die Teebeutel entfernen und die Gewürze und die Säfte zum Tee geben. Den Punsch für eine gute halbe Stunde ziehen lassen und dann die Gewürze entfernen, den Punsch nach Geschmack nachsüßen und heiß in Teegläsern servieren.

Tipp

Wer gerne Alkohol trinkt und auf der Suche nach einem neuen Punsch-Rezept ist, kann den Holundersaft auch durch Rotwein ersetzen.

Baumhänger aus Lebkuchenteig

Selbstgemachter Baumschmuck ist ein Hingucker, der zum Naschen einlädt. Auch als Wichtel-Geschenk sind zum Beispiel Herzen aus Lebkuchen eine hübsche Idee!

Zutaten für 30-40 Stück

250 g Honig

125 g Zucker

375 g Mehl

100 g gehackte oder geriebene Mandeln

1 Prise Salz

etwas abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

je 1 Msp. weißer Pfeffer

je 1 gestrichener TL Nelken- und Ingwerpulver

2 Eier Größe M

je 1 gestrichener TL Hirschhornsalz und Pottasche

3 EL Rosenwasser

Zum Bestreichen des Gebäcks

2 Eigelb

2 EL Wasser

Mehl für die Arbeitsfläche

Eiweiß-Zuckerguss für die Verzierung

2 Eiweiß

100 g Puderzucker

2 EL Zitronensaft oder

konzentrierter Fruchtsaft (z.B. von Holunder oder Schlehen)

zum Einfärben des Zuckergusses

außerdem

Gebäckperlen nach Geschmack

Backpapier für das Blech

Küchen- oder Wurstgarn für die Hänger

Zubereitung

Für den Teig Honig und Zucker erhitzen, aber nicht kochen. Hirschhornsalz und Pottasche in Rosenwasser auflösen. Zusammen mit den übrigen Zutaten zu der Honig-Zucker-Masse geben und gut durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen auf einem flachen Teller mit Handtuch bedeckt über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche circa 3 mm dick ausrollen und kleine Männlein oder andere Figuren und Formen ausstechen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Lebkuchen mit ausreichend Abstand darauf platzieren. Die Oberfläche des Gebäcks mit der Eigelb-Wasser-Glasur bestreichen und backen. In die abgekühlten Figuren, sofern sie nicht per se ein ausgestochenes Loch aufweisen, kleine Löcher mit einer Nadel einstechen und ein Stück Küchen- oder Wurstgarn durchziehen und an den Enden zusammenknoten.

Wer Lust auf Verzierungen hat, der kann das abgekühlte Gebäck nach Herzenslust mit Zuckerguss und Gebäckperlen schmücken.

Für den Zuckerguss das Eiweiß zunächst steif schlagen, dann nach und nach den Zucker unter Rühren einrieseln lassen. Zum Schluss den Zitronensaft einträufeln lassen. Die Masse ist fertig, wenn sie dick ist und schön glänzt. Für die Gesichter den Zuckerguss in eine Spritztülle mit sehr feiner Öffnung geben und auf die Figuren spritzen oder mit einem Schaschlik-Spieß oder Zahnstocher auftragen. Für die anderen Plätzchen kann der Zuckerguss auch großflächig aufgetragen und mit Gebäckperlen verziert werden.

Linzer Schnitten

Als ganzer Kuchen oder als kleine Plätzchenriegel ein voller Genuss!

Zutaten für ein kleines Backblech, ca. 30 x 40 cm

275 g weiche Butter
225 g Puderzucker
2 Eier Größe M
2 TL Zimt, etwas Zitronenabrieb
275 g gemahlene Mandeln oder andere Nüsse
375 g Mehl
225 g Himbeer- oder Johannisbeergelee
etwas Puderzucker zum Bestäuben des Gebäcks

Zubereitung

Butter, Zucker und Eier schaumig aufschlagen, dann die Gewürze zugeben und mit den Mandeln und dem Mehl unterkneten. Den Teig an einem kühlen Ort etwas ruhen lassen. Zum Verarbeiten sollte der Teig gut gekühlt sein, da er sonst zu weich ist.

Den Teig bemehlen, nochmals etwas aufarbeiten und etwa in der Mitte teilen. Die etwas größere Hälfte des Teigs rund 3-5 mm dick ausrollen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit dem Gelee betreichen.

Nun die andere Hälfte des Teigs gut 2-3 mm dick ausrollen und verschieden große Sterne ausstechen und auf dem Gelee verteilen. Oder das klassische Gitter-Muster aufbringen. Hierfür lange Schlangen von 1 cm Breite aus dem ausgerollten Teig schneiden und den mit Gelee bestrichenen Teig damit belegen. Die Linzer Schnitten bei 175 Grad Ober-Unterhitze im vorgeheizten Backofen gut 30 Minuten backen lassen.

Nach dem Auskühlen mit etwas Puderzucker bestäuben. Dabei nur die Inseln mit den Sternen bestäuben, sodass die Geleeschicht noch sichtbar bleibt.

Zum Verschenken oder als Plätzchenriegel für den Nikolausteller in Vierecke (4 x 4 cm oder kleiner) schneiden und genießen. Am besten schmecken die Schnitten, wenn Sie etwas abgelagert sind.

Feine Zimtwäffelchen nach Omas Rezept

Zimtwäffelchen sind ein schönes Mitbringsel für den Adventskaffee. Eine Tasse Weihnachtstee passt perfekt zu den würzig-knusprigen Keksen.

Zutaten für circa 100 Stück

100 g Butter

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eier

1,5 TL Zimt

150 g Mehl

Öl für das Waffeleisen

Zubereitung

Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Fixquirl schaumig aufschlagen. Die Eier einzeln zugeben und verquirlen. Das Mehl löffelweise unterarbeiten.

Den Teig mindestens eine halbe Stunde kühl stellen und ruhen lassen.

Das Zimtwaffeleisen (s. oben im Beitragsbild) vorheizen und fetten. Mithilfe von zwei Teelöffeln kleine Teigkugeln abstechen und in die Mitte der jeweiligen Keksmulde geben. Die Kekse goldbraun backen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Wenn die Kekse zusammengebacken sind, diese auseinanderbrechen und in einer Keksdose aufbewahren.

Veröffentlicht von

redis

Ich schreibe und fotografiere zu genussvollen Themen. Von der Foto-Reportage über Rezept-Strecken bis hin zum Kochbuch. Als Food-Journalistin setze ich Kulinarisches in Szene - in Wort und Bild.